Serenade der Blaskapelle Hohenfurch mit Dirigent Wilhelm Binder im Pfarrheim. Foto: wk

Serenade in Hohenfurch mit "Blitz und Donner"-Polka

Hohenfurch - Aus der traditionellen Sommer-Serenade der Hohenfurcher Musikkapelle wäre beinahe eine Regen-Serenade geworden.

Dirigent Wilhelm Binder und Vorsitzende Veronika Grimm reagierten zum Wohle der Musiker und der gut 100 Besucher flexibel und verlegten den musikalischen Abend kurzerhand in das Pfarrheim.

Kurz vor Beginn der Serenade sah es draußen noch recht gut aus. Aber nur kurz. Ein plötzlicher Schüttler machte die Entscheidung über die Örtlichkeit des Konzertes leicht.

Noch eine Weile zuwarten, das wollten Dirigent und Vorsitzende nicht. Hätte ohnedies nichts genützt. Es blieb die ganze Zeit regnerisch. Ja und drinnen im Pfarrsaal war es an den Tischen auch nicht gerade ungemütlich. Vorne unterm Kreuz die Musiker, davor die Besucher.

Für die Einstimmung zu dem musikalischen Abend im Trockenen war diesmal die Jugendkapelle mit Nachwuchsmusikern aus Hohenfurch und Kinsau zuständig. Mit der „Europa-Hymne“, der „Amboss-Polka“ und der „Sternpolka“ waren es gleich drei Stücke. Die hin und wieder kleinen Verblaserle haben dem guten Eindruck der Jugendkapelle nicht geschadet. Wie auch dem anhaltenden Applaus zu entnehmen war.

Binder freut sich übrigens immer, wenn die Nachwuchsmusiker zur wöchentlichen Probe kommen. „Da geht für mich die Sonne auf.“

Für die „Großen“ danach hatte Hohenfurchs Dirigent ein feines Programm zusammengestellt. Polkas, Märsche, Walzer, und auch moderne Blasmusik war dabei, einfach für jeden Geschmack etwas. Bernd Sedlmaier war den Abend über der fachlich überzeugende und umsichtige Moderator.

Zur Einstimmung wählte Binder den schmissigen „Boccaccio Marsch“. Es folgte die „Russian Dance Suite“ von Kees Flak, ein vierteiliges Werk mit durchwegs gängigen Melodien. „Weltoffene Klänge“ hatte Sedlmaier angekündigt. Aus der Oper „Martha“ intonierte das 28-köpfige Orchester „Die letzte Rose.“ Mit der Polka „Donner und Blitz“ versetzte die Kapelle die Besucher in den Wiener Prater.

Mit dem „Flieger-Marsch“ danach intonierte die Kapelle den Traditionsmarsch der Bundeswehr. Es folgte „You raise me up“, ein Lied, das - so der Moderator - „bei Beisetzungen gerne gespielt wird“. Das Saxophon-Solo spielte dabei ein prächtig aufgelegter Thomas Kögl.

Praktisch zum Ausklang wählte Wilhelm Binder den Walzer „Träumerei“ , die Polka „Böhmische Liebe“ und schließlich noch den „Weißblau Marsch“. Den Applaus hatten sich die Musiker redlich verdient.

Mit dem Ende des Konzerts hatten die Musiker allerdings noch längst nicht Feierabend. Sie spielten noch eine ganze Weile zur Unterhaltung der Besucher beim Grillabend weiter.

wk

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