In Planungen vertieft: Bürgermeister Michael Asam (schwarze Jacke) mit Vertretern der Bahn beim Ortstermin. foto: sak

Es tut sich was am Peitinger Bahnhof

Peiting - Der Peitinger Bahnhof ist nicht gerade der schönste Platz in der Gemeinde. Mittlerweile gibt es aber konkrete Vorschläge, das Gelände zu gestalten. Nun folgen erste Schritte.

Bürgermeister Michael Asam packt’s an: In Sachen Bahnhof geht es voran - langsam aber stetig. Nachdem im Sommer vergangenen Jahres von Seiten der Gemeinde der Kauf des Areals verkündet wurde, soll es zügig weitergehen. Doch die Mühlen mahlen langsam.

Bei einem Ortstermin mit Vertretern der Bahn hat Asam nun den Stein ins Rollen gebracht. Zwar wurde das Industrigleis am Bahnhof Ost schon vor längerer Zeit entfernt, die Weiche ist aber noch im Erdreich verankert. Und die soll jetzt raus. „Da wird nie wieder ein Zug einfahren“, so Asam. Der gesamte Verkehr verlagert sich auf Gleis zwei und drei.

Was auf dem leerstehenden Gleisbereich passieren soll, ist indes noch nicht klar. „Da stehen noch Verhandlungen an. In der Zwischenzeit begrünen wir den Platz oder verlegen Pflaster, um ihn optisch zu gestalten“, so Asam.

Viel wichtiger ist jedoch, dass sich in direkter Verbindung das Stellwerk befindet. Das wird momentan noch manuell von einem Mitarbeiter der Bahn bedient und befindet sich im Bahnhofsgebäude. Sollte dieses wegfallen, kann die Gemeinde den Bereich nutzen. Schließlich soll das heruntergekommene Haus wieder schick werden. Wohnungen, Gewerbe - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und auch hier kann Asam einen Erfolg verbuchen: „Ab 2015 wird es elektronisch gesteuert.“ Der Markt Peiting hat dann also freie Bahn für Ideen.

Einen gleisebenen Übergang, den sich der Bürgermeister gewünscht hätte, wird es aber voraussichtlich nicht geben. Laut Bahn ist es zu gefährlich, die Gleise für Fußgänger zu öffnen. Dass auch jetzt schon Fahrgäste die riskante Abkürzung nutzen, interessiert Gesellschaft jedoch wenig. Die Bahnfahrer müssten eigentlich den Umweg über die Bäckerei Sesar oder die Schönriedlstraße gehen. „Doch das macht halt keiner, auch wenn alles andere illegal ist“, weiß der Rathauschef.

Bis zum Ende des Jahres soll nun wenigstens die Weiche weichen - „und dann kommen wir dran“. Gespräche mit der Bahn sind immer langwierig - da hat Asam ja schon Erfahrung. „Anfragen werden auch nach der Auslastung des jeweiligen Bahnhofs bearbeitet und da is Peiting relativ weit hinten.“ Einen Vorteil habe die Marktgemeinde aber: Die anstehenden Sanierungen. Demnächst soll der Park + Ride Parkplatz gemacht und bis 2016 Bahnhofstraße und -gebäude in Angriff genommen werden. „So üben wir ein wenig Druck aus und hoffen, dass alles etwas schneller geht.“

Sabine Krolitzki

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