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An Silvester darf in Schönberg geknallt werden

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Rottenbuch - Für Kopfschütteln sorgte im jüngsten Rottenbucher Gemeinderat ein Antrag aus Schönberg: Das Abschießen von Feuerwerkskörpern in der Silvesternacht sollte verboten werden.

Gefordert hatte dies eine Peitingerin, die ihre Pferde in Schönberg untergestellt hat. Doch das Ansinnen wurde einstimmig abgeschmettert. Die Antragstellerin ist sowohl der Verwaltung als auch den Schönbergern keine Unbekannte, war im Verlauf der Diskussion herauszuhören - sie habe die Gemeinde bereits in der Vergangenheit des Öfteren mit Beschwerden überzogen, erklärte Bürgermeister Andreas Keller. Nun also das Feuerwerk. Begründet wurde die Eingabe an den Rat mit „Vorfällen der vergangenen Silvesternacht“, zitierte der Rathauschef aus dem Schreiben. Die Gemeinde möge deshalb eine Regelung treffen, „damit keine neuen lebensbedrohlichen Situationen entstehen“, hieß es weiter. Als Alternative schlug die Peitingerin vor, dass ein extra Standort für die Böllerei vorgegeben wird - „wo die Silvesterknallerei ohne Gefahr und Schrecken für Mensch und Tier stattfinden kann“. Das Ansinnen stieß bei den Räten allerdings auf komplette Ablehnung. Das Silvestervergnügen „ist in Schönberg Tradition“, echauffierte sich Franz Mayr, der selbst in dem kleinen Ortsteil wohnt. Und Vitus Gansler gab zu Bedenken, dass es häufig zu nachbarschaftlichen Problemen wegen angeblicher Lärmbelästigung mit der Pferdebesitzerin komme: „Sie droht gar Kindern mit der Polizei.“ Auch Bürgermeister Keller hielt nicht viel von dem Antrag: „Der ist keine drei Minuten wert, dass wir darüber diskutieren.“ Am Ende stimmte der Gemeinderat geschlossen gegen das Böllerverbot. Im Gegenteil: Die Antragstellerin bekommt nun auf Vorschlag Kellers einen geharnischten Brief aus dem Rathaus. Inhalt: Sie möge bitte in Zukunft auf öffentlichem Grund keine Passanten und Kinder mehr mit Kritik und Vorwürfen belästigen.

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