Soier Gaudiwurm "narrisch guat"

Schwabsoien - Ob Alaaf oder Helau, Hauptsache schön blau. Die Stimmung war prächtig und der Himmel strahlend blau, als der mächtige Gaudiwurm am Samstagnachmittag durch Schwabsoien zog.

18 phantasievoll gestaltete Festwagen, acht Fußgruppen, die Faschingsgarden aus Schwabsoien, Hohenfurch und Schongau, die Blaskapellen aus Sachsenried, Frankenhofen und Schwabsoien sowie das Soier Schlagwerk bildeten den Faschingszug durch das Mühlendorf.

Faschingszug in Schwabsoien

Faschingszug in Schwabsoien

Auch in diesem Jahr hat es den Narren an Themen wahrlich nicht gemangelt. Die Faschingsfreunde Schwabsoien erinnerten an den Tannenbaum, der Bürgermeister Konrad Sepp so gar nicht gefallen hat: „Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, muascht scho guat ausschaue, sonst kommt da Bürgermeister g‘rennt und sägt di um vorm 1. Advent“. Weihnachtsbaum Nummer zwei hat Konrad Sepp zwar gut gefallen, nur da gab’s erneut Probleme, weil für den Prachtkerl die Fassung zu klein war.

Die Soier Landjugend hingegen nahm sich der Anordnung des Landratsamtes an, wonach die Faschingswagen vom TÜV abzunehmen sind. „Ich bin zwar alt, aber noch gut in Schuss“. Derweilen sorgt sich die Soier Jagdgenossenschaft um die von der Unteren Jagdbehörde vorgegebene Abschusszahl: „Unerwünscht, verflixt nochmal, der Modellflugplatz im Breiten Tal“. „Das Wild kommt nicht mehr raus, wenn die fliegen“, schimpft Jagdvorstand Fritz Erhard.

„Sind keine Pellets mehr im Keller, friert’s uns umso schneller“, erinnert hingegen die Schwabbrucker Feuerwehr an die Heizprobleme in der Schwabsoiener Grundschule und löst das Problem mit dem Feuerkorb im Pausenhof. Burggens Jugend macht sich Gedanken um die Probleme bei der Bewerbung für die olympischen Winterspiele. „ Garmisch ist ja wirklich dumm, warum fahren sie nicht um die Weide rum“. Als Moderatoren erwiesen sich mit Weit- und Durchblick Michael Kögel und Manfred Schmid, die mit Tatsachen und Hintergrundwissen die Zuschauer unterhielten und informierten. Präsident Stefan Jahl indes hatte alle Hände voll zu tun, Wagen, Kapellen und Fußgruppen die vorgesehenen Plätze im Zug zuzuweisen. Die Stimmung war prächtig bei den Maschkerern auf den Wagen und in den Fußgruppen, aber auch bei den Zuschauern, die dicht gedrängt am Straßenrand applaudierten. Schon klar, dass die Party mit Blaskapelle und DJ‘s im Festzelt weiter ging.

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