Solarpark Schwabbruck: Planung auf einem guten Weg

Schwabbruck - Erneut musste sich Schwabbrucks Gemeinderat mit dem Flächennutzungs- und dem Bebauungsplan zur Errichtung der gemeindeübergreifenden Photovoltaik-Anlage auf der ehemaligen Hühnerfarm in Altenstadt beschäftigen. Wie es aussieht, wohl das letzte Mal.

Im Großen und Ganzen ging es dabei um Einwände des Landratsamtes (Sachgebiete Technischer Umweltschutz und Fachlicher Naturschutz). Alle anderen Träger öffentlicher Belange sind mit der bisherigen Planung einverstanden.

Die Fläche des Solarparks Schwabbruck/Altenstadt ist 5,55 Hektar groß. Davon befinden sich 3,98 Hektar auf Schwabbrucker und 1,57 Hektar auf Altenstadter Gemeindeflur.

Das Sachgebiet Technischer Umweltschutz befürchtet, dass durch den Solarpark Blendungen bei den direkt angrenzenden Wohngebäuden im Osten nicht ausgeschlossen werden können. Um dies zu verhindern, müssten die vorgesehenen Blenden am Zaun eine Höhe von fünf bis sechs Metern haben. Die von den Planern vorgesehene Hecke müsse daher schnell wachsend und immergrün ebenfalls diese Höhe erreichen, um denselben Schutz zu gewähren.

Das Planungsbüro für kommunale Entwicklung weist in seiner Stellungnahme indes darauf hin, dass eine fünf bis sechs Meter hohe Hecke aus optischen, naturschutzfachlichen und statischen Gründen abzulehnen ist. Stattdessen wird empfohlen, die Modultische um 15 Grad aus der exakten Südrichtung nach Westen hin zu verändern. Damit sei nach den Gesetzen der Physik eine Reflexion des Sonnenlichtes auf umliegende Gebäude ausgeschlossen. Die Anbringung einer geeigneten Blendschutzmaßnahme am westlichen Zaun soll jedoch aus optischen Aspekten bis zur vollständigen Entwicklung der Hecke beibehalten werden.

Das Sachgebiet Fachlicher Naturschutz im Landratsamt indes stellt fest, dass die Ausgleichsflächen offensichtlich für die Gemeinden Altenstadt und Schwabbruck jeweils getrennt berechnet worden sind. Die Ausgleichsbilanzierung für die Gemeinde Schwabbruck sei leider widersprüchlich und unklar. Nach den vom Planfertiger ermittelten Zahlen müsste ein rechnerischer Überschuss von 1224 Quadratmeter herauskommen. Die Gemeinde stellt in ihrer Stellungnahme fest, dass davon 1013 Quadratmeter für den Ausgleichsbedarf der Gemeinde Altenstadt auf einer gesondert gekennzeichneten Fläche auf der Gemarkung Schwabbruck zur Verfügung gestellt werden.

Geschlossen hat der Schwabbrucker Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Montagabend der Satzung des Flächennutzungsplanes zugestimmt. Das Gremium hat zudem festgestellt, dass im Rahmen der Bürgerbeteiligung keine Stellungnahmen eingegangen sind und folgert daraus: „Schwabbrucks Bürger sind mit dem gemeindeübergreifenden Solarpark einverstanden.“

Im Hinblick auf den langen Verwaltungsweg sagte Bürgermeister Erwin Sporrer: „Wunder dauern halt länger.“ Ein dickes Lob für seine Arbeit am Flächennutzungs- und Bebauungsplan bekam Rainer Seidl von der VG, „weil er viel Zeit in die Endfassung investieren musste“.

wk

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