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Sind froh darüber, dass der Rottenbucher Gemeinderat den Plänen für eine Welpenstation auf dem Sonnenhof zugestimmt haben: Von links Tierärztin Dr. Katharina Pasche, Sonnenhof-Chefin Nicole Brühl und Architekt Clemens Böhmer.

Gemeinderat Rottenbuch

Sonnenhof: Grünes Licht für 35 Welpen

Rottenbuch - Im Juli noch hat Rottenbuchs Gemeinderat einstimmig die geplante Welpenstation auf dem Sonnenhof für Hunde abgelehnt. Nach Änderungen an den Plänen hat der Gemeinderat nun dem Vorhaben des Betreibers „SOS Projects“ in Hochkreit geschlossen zugestimmt.

„Wir sind sehr froh über die Entscheidung des Gemeinderates“, sagte Nicole Brühl auf der Sitzung des Gemeinderates. Sie ist die Präsidentin des Landesverbandes Bayern im Deutschen Tierschutzbund. Zusammen mit Tierärztin Dr. Katharina Pasche und dem zuständigen Architekten Clemens Böhmer, hatte sie die (kurze) Diskussion über ihre Bauanfrage im Gemeinderat verfolgt.

Bürgermeister Markus Bader indes machte noch einmal deutlich, dass im Juli die Bauvoranfrage nur deshalb nicht genehmigt worden sei, weil aus ihr die Anzahl der geplanten Tiere nicht ersichtlich gewesen sei. Jetzt ist sie es: Die Obergrenze liegt bei 35 Welpen.

Geplant ist eine Krankenstation in vier Räumen ohne Außenanlagen und eine Quarantänestation mit vier bis sechs Räumen mit Außenanlagen sowie ein Vermittlungsbereich, der aus drei bestehenden Hütten mit Außenanlagen besteht. Vorgesehen ist zudem der Umbau des Bestandsgebäudes, eventuell aber auch ein Neubau links des Hauptgebäudes (ehemalige Carportanlage inklusive altes Wirtschaftsgebäude).

Optimale medizinische Versorgung und Sozialisation

Die Installation eines Containers auf dem Sonnenhof indes dient der Schulung der Tierheimmitarbeiter im Umgang mit illegalen Welpen-Transporten und deren Konsequenzen. Er dient nicht zu einer Erhöhung der Aufnahmekapazität von Welpen auf dem Sonnenhof, so der Hinweis von Nicole Brühl.

Die Schaffung einer Welpenstation gilt als Vorzeigeobjekt des Deutschen Tierschutzbundes. Die Kriterien sind dabei exakt festgelegt: Optimale medizinische Versorgung und gute Sozialisierung der Welpen. Ziel ist ein unkomplizierter Familienhund, gesund und sozialisiert, der im Alter von drei bis vier Monaten vermittelt werden soll.

Das Pilotprojekt Welpenstation orientiert sich an der veränderten Grenzlage in Süddeutschland: Es werden immer mehr Transporte mit Welpen aufgegriffen. In den meisten Fällen sind diese illegal. Die beschlagnahmten Welpen werden zunächst in umliegenden Tierheimen untergebracht. Meist fehlen dort aber dafür die baulichen Voraussetzungen wie Quarantäne- und Krankenstation.

Insgesamt 70 Hunde

Die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens basiert jetzt auf der festgelegten Hundezahl. 35 erwachsene Hunde und 35 Welpen darf es auf dem Sonnenhof zukünftig maximal geben. Als nächstes ist die Erstellung eines Bebauungsplanes zur baurechtlichen Absicherung für Gemeinde und Sonnenhof vorgesehen. Der Vorteil für beide Seiten: Bauplanungssicherheit bei Gemeinde und Sonnenhof, engere Zusammenarbeit und Kooperation.

Ziel des Betreibers: Der Sonnenhof wird als Bestandteil und Begegnungsstätte der Gemeinde gesehen und auch für etwaige Veranstaltungen genutzt. Gemeinderat Christian Erhard hofft, „dass es mit diesem Konzept auf dem Sonnenhof ruhiger wird“.

Walter Kindlmann

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