Stich ins nasse Grün: (von links) Andreas Kosian, Christian Gößwald, Falk Sluyterman und Josef Hengge beim symbolischen Spatenstich für die neue Sauna. Der abgedeckte Bauzaun im Hintergrund schirmt die Badegäste ab. foto: js

Spatenstich für neue Panorama-Sauna in Schongau

Schongau - Das Plantsch bekommt nun endlich eine Panorama-Sauna. Nach fünf Jahren Wartezeit beginnen die Bauarbeiten nach den Osterfeiertagen. Das millionenschwere Projekt soll sich sogar rechnen. Trotz der Arbeiten sind Badwelt und die bereits bestehende Sauna frei zugänglich.

Bestens gelaunt servierte Plantsch-Vorstand Andreas Kosian gestern Vormittag den Presse-Anwesenden einen leckeren Cappuccino. Grund eins für sein breites Grinsen: Draußen gießt es aus allen Wolken - Sauwetter gleich Saunawetter. „Das zieht die Kundschaft an.“ Und Grund zwei: Sein großer Traum einer Panorama-Sauna geht nun endlich in Erfüllung. Fünf Jahre musste er warten, weil wegen umfangreicher Planungen und der knappen Haushaltskasse der Stadt Schongau der Spatenstich ein ums andere Jahr verschoben werden musste - bis gestern Vormittag, als Kosian, Bauleiter Josef Hengge, Planer Christian Gößwald und Bürgermeister Falk Sluyterman bei strömendem Regen symbolträchtig den Spaten in die Hand nahmen.

Zwischen den Parkplätzen und der jetzigen Saunawelt, also links vom Eingangsbereich, wird die neue Erholungsstätte errichtet. Mit 65 Sitzplätzen in der Sauna, 35 Liegen vor der Sauna, zwei Massageräumen, einer Infrarot-Kabine für drei Personen sowie Wellnessduschen neben der Sauna. Alles in einem eigenen Gebäude - umrahmt von Garten und natürlichen Schwimmteich, die gestalterisch an das alte Rom erinnern sollen.

Für insgesamt 1 550 000 Euro. Eine stattliche Summe, die sich laut Kosian auf lange Sicht rechnen wird, „weil wir mit der Sauna Gewinn machen.“

Für das Schwimmbad bezahlt man bekanntlich seit Jahren drauf, beim Kiosk decken sich Eingaben und Ausgaben, aber mit den schwitzenden Gästen schreibt man schwarze Zahlen. 30 000 kommen im Jahr. Tendenz steigend. „Weil die schnelle Erholung nach einem langen und stressigen Arbeitstag immer beliebter wird“, sagt Kosian.

Laut Christian Gößwald vom gleichnamigen Planungsbüro fahren manche Leute aus Schongau und Umgebung bereits unter der Woche bis nach Schwangau (Kristalltherme) oder sogar bis nach Reutte (Alpentherme Ehrenberg). „Die wollen Abwechslung.“ Und vor allem Platz, um in Ruhe entspannen zu können. „Zu den Stoßzeiten ist bei uns manchmal so viel los, dass ich mich selbst gar nicht mehr in die Sauna traue - aus Angst, den Gästen den Platz wegzunehmen“, beschreibt Kosian das Platzproblem im Plantsch, das mit der neuen Panorama-Sauna auf einen Schlag gelöst sein wird. „Damit verdoppeln wir unsere Kapazität.“

Mehr als hundert Besucher können dann ungestört ihren Alltags-Frust von der Seele schwitzen. Und das mit Panorama-Blick? Weil die Aussicht zwischen UPM-Schornstein, Wald, Wiese und Tennisplatz eher dürftig ist, wird in Sachen künstlerischer Gestaltung improvisiert. „Auf die Glasfassade malen wir ein Alpenpanorama und durch den Garten verlegen wir die Via Claudia.“ Wie einst die alten Römer kann der Schongauer dann zum Saunieren spazieren.

Im Optimalfall schon zur kommenden Wintersaison. „Wir möchten nach der Revision mit dem Projekt fertig sein“, sagt Kosian und garantiert, dass Schwimmbad und die alte Saunawelt trotz der Bauarbeiten stets frei zugänglich bleiben.

js

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