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Dichter Rauch dringt aus dem Spielcasino Admiral in Schongau - die Einbruchsicherung ist schuld, stellt sich später heraus.

Rettungskräfte rücken in Spielcasino an

Einbrecher-Schreck statt Flammen-Inferno 

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Viel Rauch um Nichts: Ein Zimmerbrand in einem Spielcasino in Schongau hat sich als Einbrecher-Schreck entpuppt

Die falsch eingestellte Einbruchsicherung eines Schongauer Spielcasinos hat jetzt Feuerwehr und Notarzt auf den Plan gerufen. Am Ende stellte sich heraus: Viel Rauch um nichts. Da muss es ja wie Zunder brennen: Das hat sich bestimmt der Fahrdienstleiter der Bayerischen Regiobahn gedacht, als er am vergangenen Freitagmorgen gegen sechs Uhr langsam mit dem Zug vom Schongauer Bahnhof in Richtung Lechbrücke rumpelte. 

Rechter Hand: Da lag im Morgengrauen das Spielcasino „Admiral“. Aus allen Ritzen drang dort dichter weißer Rauch hinaus in die stickige Morgenluft. Vom Zug aus setzte der Fahrdienstleiter einen rettenden Notruf ab. Es dauert nicht lange, dann rückt die Feuerwehr an: Ein Fahrzeug inklusive Drehleiter und neun Leute stehen vor dem Casino an der Bahnhofstraße. Auch der Rettungsdienst ist vor Ort. 

Den Feuerwehrmännern kommt das Ganze bekannt vor. Ja, man könnte gar von einem Deja-Vue sprechen: Schon vor einem Jahr hatte es fast einen identischen Einsatz gegeben. 

Recht schnell war dann auch der Grund für die enorme Rauchentwicklung gefunden. Kein Zimmerbrand. Nein: die Alarmanlage des Spielcasinos hat für die außergewöhnliche Verneblung gesorgt. „Die setzt binnen kürzester Zeit das ganze Casino unter Rauch“, weiß der stellvertretende Schongauer Feuerwehrkommandant, Jürgen Haslinger. Damit soll bezweckt werden, dass ein potentieller Einbrecher im Casino wegen fehlender Sicht die Orientierung verliert. Wie gut, dass die Feuerwehr Schongau an dieser Stelle gleich den Durchblick gehabt hat. Die hat erstmal die Räume gut durchgelüftet, so dass nicht noch mehr Notrufe wegen des vermeintlichen Zimmerbrandes eingehen. Nach dem Lüftungs-Einsatz ging’s dann mit Fahrzeug zurück ins benachbarte Feuerwehrhaus. 

Vermutlich ist die Verrauchung übrigens auf den Bedienfehler einer Angestellten zurückzuführen. Die soll vergessen haben, die Anlage zu deaktivieren.

Barbara Schlotterer-Fuchs

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