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Spielen macht schlau für die Schule

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Schwabsoien - Die Grundschule Schwabsoien hat sich mit einem durchdachten Konzept bei der Initiative „Spielen macht Schule“ beworben und ein Spielzimmer gewonnen.

Bundesweit ist die Grundschule Schwabsoien mit derzeit 91 Buben und Mädchen (in vier Klassen) eine von 205 Schulen, die eine Spielzimmer-Ausstattung gewonnen hat. „Ich freue mich riesig, dass wir als kleine Schule solch eine teure Ausstattung bekommen haben“, sagt Schulleiterin Angelika Müller.

„Spielen und Schule“, wie passt das zusammen? Professor Manfred Spitzer vom Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm erklärt das so. Spielen und Lernen seien keine Gegensätze.

„Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots“, so der Professor. Kinder würden nicht unterscheiden zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel. Spielerisch steht bei all dem im Vordergrund. Die Schüler können mit ihrem Spielpartner wichtige, soziale Kompetenzen erwerben. Auch gibt es die Möglichkeit, sich selbständig oder mit Partnern Wissen anzueignen, zu experimentieren, sich zu konzentrieren, logische Lösungswege zu finden, sich zu bewegen oder einfach nur kreativ sein zu dürfen.

„Für all diese Kategorien haben wir jetzt die unterschiedlichsten Spielsachen und Spiele in unserem Spielzimmer“, erklärt Angelika Müller. Ein besonderer Gewinn dabei ist, dass sämtliche Spiele spielerisch in den Unterricht integriert werden können. Beispielsweise in Heimat- und Sachkunde, in Deutsch und Mathematik. Das Schullabor bietet außerdem reichlich Gelegenheit für Experimente aller Art.

Eines werden die Eltern, denen nach den Weihnachtsferien das Spielzimmer vorgestellt wird, nicht finden: Computerspiele. Dies, so die Schulleiterin, sei von der Initiative „Spielen macht Schule“ ganz bewusst so gewollt und als Gegenpol zu den vielen virtuellen Spielen zu verstehen, „die zwar Kinder in ihren Bann ziehen, sie aber zugleich der Gefahr aussetzen, einsam und abhängig zu werden“.

Angelika Müller und Konrektorin Uta Held sind überzeugt, dass durch das Projekt „Spielen macht Schule“ den Kindern das Lernen erleichtert wird. Ebenso davon, dass „spielen schlau macht“. Die Kinder würden dabei wertvolle Erfahrungen machen. die ihre geistige, motorische und soziale Entwicklung nachhaltig beeinflussen. Das sei durch eine aktuelle Hirnforschung nachgewiesen worden.

In Schwabsoien wurde für die unverhofft gewonnenen Spielsachen und Spiele kurzerhand ein Schulzimmer in ein Spielzimmer umfunktioniert. Für die Ausstattung mit den bequemen Sitzecken, Sofas, Regalen und Teppichen, Tischen und Stühlen hat der Elternbeirat mit Vorsitzender Claudia Helmer-Storz gesorgt.

Walter Kindlmann

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