Vorschlag kam von Elke Grosser

Spielplatz-Erneuerung dank Preisgeld

Hohenfurch - Die Jugendgruppe des Obst- und Gartenbauvereins Hohenfurch wurde jetzt dem Umweltpreis ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld wurde der Spielplatz erneuert.

Wenn freche Spatzen anderen das Futter streitig machen wollen, geht es ab und an ganz schön hoch her. Hoch her ging es aber auch bei den Schönachspatzen, die sich unwahrscheinlich aktiv für den Umweltschutz einsetzten. Die Jugendgruppe des Obst- und Gartenbauvereins Hohenfurch wurde jetzt für ihre Arbeit und ihr Engagement mit dem Umweltpreis ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld ist jetzt der Spielplatz an der Schönach erneuert worden.

Für den Preis vorgeschlagen hatte die Schönachspatzen Gartenfachberaterin Heike Grosser, die die Aktivitäten der Gruppe immer im Auge hat. In der Mehrzahl Mädchen halten die Spielplätze in Ordnung, bekämpfen das Springkraut in den Außenbereichen des Dorfes, bieten Kurse rund um die Gestaltung des Gartens an oder werkeln in ihren eigenen Beeten.

Für Angie Kuhn, eine der Betreuerinnen der Schönachspatzen, ist diese Auszeichnung von besonderer Bedeutung. „Wenn ein Umweltpreis einem Gartenbauverein zugesprochen wird, ist das für uns eine Bestätigung, dass auch unser Miteinander anerkannt wird“, erklärte Kuhn bei der Einweihung des Spielplatzes. Dabei sprach sie deutlich aus, dass im Verein ältere und jüngere Mitglieder gleichsam füreinander da seien und Hand in Hand arbeiten.

Lange hat die Gruppe beratschlagt, was mit dem Preisgeld geschehen soll. „Von der Jugend gewonnen, der Jugend zurückgegeben“, könnte die Idee gelautet haben. So spendeten die Jugendlichen das Geld für die Erneuerung des Spielplatzes an der Schönach - aufgepeppt durch eine Seilbahn als neue Attraktion.

Da die Kosten für die Anschaffungen höher lagen das Preisgeld war, spendierten die Gemeinde und die Firma Holz Fichtl einen nicht unerheblichen Betrag dazu. Und als weiterer Beweis guter Zusammenarbeit im Verein, beteiligten sich die Senioren ebenfalls.

Zur Einweihung des Spielplatzes wurde natürlich die Seilbahn auf Herz und Nieren getestet. Bürgermeister Guntram Vogelsgesang schickte als erste „Testpilotin“ Carina Knauth auf die Strecke. Sie gehörte den Schönachspatzen an, die alle aufgrund ihres Alters die Gruppe verlassen. Das bedauern neben Angie Kuhn auch Monika Fichtl und Andrea Dollinger, die den Schönachspatzen immer mit Rat und Spaten zur Seite standen. In Zukunft wird aber weiterhin an der Schönach und drum herum gegartelt. Dafür werden die „Gartenwichtl“ und „Wühlmäuse“ sorgen, die die Arbeit und Aktivitäten der Schönachspatzten weiterführen.

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