Amtswechsel am Schongauer Krankenhaus: Neuer Ärztlicher Direktor ist Dr. Andreas Eder (Mitte). Der Chefarzt übernimmt das Amt von Dr. Ruprecht von Welser (li.). Er wird Hand in Hand mit Thomas Lippmann arbeiten, Geschäftsführer der Krankenhaus-GmbH. Foto: re

Stabwechsel am Schongauer Krankenhaus

Schongau - Stabwechsel am Krankenhaus Schongau: Neuer Ärztlicher Direktor ist Chefarzt Dr. Andreas Eder, als Nachfolger von Dr. Ruprecht Freiherr von Welser.

„Wir in Schongau werden mutig in die Zukunft schreiten.“ Der neue Ärztliche Direktor, Dr. Andreas Eder, erinnerte sich noch sehr gut, welche Worte er damals bei seinem Antritt als Chefarzt der Inneren Medizin der Schongauer Klinik formuliert hatte - und sieht diese noch heute gültig. Der 53-Jährige blickte bei einem Pressegespräch in Schongau anlässlich seiner Ernennung durch den Aufsichtsrat zurück auf das Jahr 2004: Er nannte Stichpunkte aus seiner Einstandsrede wie Ressourcen besser nutzen, größerer Versorgungsbedarf für die ältere Generation oder Kooperation mit anderen Zentren. „Der Versorger der Bevölkerung vor Ort zu sein ist die primäre Aufgabe“, so Dr. Eder, dazu passe in Schongau eine starke Geburtshilfe ebenso wie die klare Bekenntnis zur 24-Stunden-Notaufnahme. Und: „In der Medizin technisch auf der Höhe der Zeit zu sein mit menschlichem Antlitz.“ Zuvor als Oberarzt und Chefarztvertreter der Gastroenterologie im Klinikum Augustinum in München tätig, leitet Eder seit elf Jahre die Innere Medizin. Die Abteilung umfasst die Fachgebiete Gastroenterologie und Hepatologie, Kardiologie und Pneumologie. Zudem kümmert sich das Team der Inneren um die Schlaganfallpatienten.

„Herr Dr. Eder ist der richtige Mann, um uns bei der erfolgreichen Umsetzung der Strategie Gesundheitsversorger 2020 federführend zu unterstützen“, lobte Thomas Lippmann, Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH. „Er vereint medizinische Expertise mit wirtschaftlicher Kompetenz, zwei Dinge, die Hand in Hand gehen müssen, wenn wir die Krankenhaus GmbH auf Kurs bringen wollen.“ Diese habe die schwierigsten Zeiten hoffentlich hinter sich, aber sicherlich aufregende vor sich. Wichtig sei gewesen, dass der Übergang „sehr harmonisch, kollegial und zukunftsorientiert erfolgt ist“.

Seit Sommer 2005 hatte der bisherige Ärztliche Direktor der Klinik Schongau, Chefarzt von Welser, das Ruder in der Hand. Er habe eine schwierige Anfangszeit gehabt, und auch die vergangenen zwei Jahre seien turbulent gewesen, so Lippmann. Unter der Leitung des heute 67-Jährigen waren damals rasch Fachabteilungen in der Chirurgischen Klinik etabliert worden. Sowohl die orthopädische Abteilung, als auch die Unfallchirurgie sowie die Allgemein-Chirurgie konnten sich profilieren. Die Abteilung für Gefäßchirurgie kam hinzu, 2006 die Neurochirurgie. „Der komplette Umbau der alten Chirurgie war bald ein Alleinstellungsmerkmal der Schongauer Klinik“, so von Welser. Weitere wichtige Punkte seien das lokale Traumanetzwerk oder die Gelenkendoprothetik gewesen, die sich unter dem Namen Endocentrum etabliert hat.

Dr. Ruprecht von Welser habe auch die Geschäftsführerwechsel der Krankenhaus GmbH aktiv mitgemacht, erinnerte Lippmann, und sei mit ihm Schulter an Schulter in diesselbe Richtung marschiert. Zugute kam dem scheidenden Ärztlichen Direktor von Beginn an, dass dieser schon vorher in Tutzing fünf Jahre lang in gleicher Position hatte Erfahrung sammeln können.

Bis Ende Juni bleibt von Welser Chefarzt, geht dann jedoch in den Ruhestand. Seine Kompetenz soll Schongau auch weiterhin erhalten bleiben. Wie dies genau aussehen könnte, hierüber befinde man sich „derzeit in Gesprächen“, hieß es gestern. Wer von Welsers Nachfolger als Chefarzt wird, ist bisher ebenfalls noch nicht bekannt.

Der Aufsichtsrat der Krankenhaus GmbH bestätigte in seiner vergangenen Sitzung außerdem Prof. Dr. Andreas Knez (Ärztlicher Direktor Klinikum Weilheim) und Dr. Wilhelm Fischer (Ärztlicher Direktor Klinikum Peißenberg). Dieses Amt muss vom Aufsichtsrat alle zwei Jahre bestätigt werden. Ein Ärztlicher Direktor vertritt die Chefärzte in der Krankenhausleitung und hat die oberste Verantwortung für den medizinischen Betrieb inne.

Elke Robert

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Eltern in großer Sorge: Mann versucht vor Grundschule, Kind in Auto zu locken - weitere Fälle bekannt?
Ein wildfremder Mann fordert ein Kind auf in sein Auto zu steigen: Wieder einmal ist es passiert. Diesmal in Böbing. Am helllichten Nachmittag. 
Eltern in großer Sorge: Mann versucht vor Grundschule, Kind in Auto zu locken - weitere Fälle bekannt?
AWO Peiting denkt an Um- oder Neubau
Die Arbeiterwohlfahrt in Peiting ist ständig im Wandel, geht mit der Zeit – und will jetzt mitmischen am ambulanten Pflege-Markt. Die Tagespflege ist in der …
AWO Peiting denkt an Um- oder Neubau
Waldumbau: Bürgerschelte für den Rathauschef
Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch waren am Mittwoch rund 100 Schwabsoier zu einer Infoveranstaltung ins Rathaus gekommen. Informiert wurde über den geplanten …
Waldumbau: Bürgerschelte für den Rathauschef
Der Stadt ist Mähboot am Lido zu teuer
Am Schongauer Lido wird kein Mähboot zum Einsatz kommen. Der Bauausschuss entschied sich aus Kostengründen dagegen – ein einzelner Einsatz kostet immerhin 3000 Euro. …
Der Stadt ist Mähboot am Lido zu teuer

Kommentare