+
Noch viele Stühle und Tische der alten Grundschule sind übrig. foto: Herold Termin wird nochbekannt gegeben

Stadt Schongau verkauft alte Grundschul-Möbel

Schulmöbel auch für interessierte Bürger

  • schließen

Gut erhaltene, aber alte Möbel der Grundschule sollen auch an interessierte Bürger abgegeben werden. Dies beschloss jüngst der Stadtrat. Einiges wurde bereits als Spende von den Johannitern abgeholt. Aber zwischen Ostern und Pfingsten soll es noch einen eigenen Termin für Privatleute aus Schongau geben.

Schongau– Nachdem die Schüler bereits ab heutigen Montag ihre neuen Räumlichkeiten beziehen – natürlich mit aktuellen, modernen Möbeln – hatte die Stadt jüngst die nicht mehr benötigte, aber noch brauchbare Schulmöblierung älteren Datums online über eine Kleinanzeige angeboten. Mit mäßigem Erfolg, wie in der Schongauer Stadtratssitzung klar wurde. „Ein Springbock und ein Kasten wurden für 100 Euro verkauft, sonst ging kein Angebot ein“, informierte Geschäftsleiterin Bettina Schade.

Woran dies lag, darüber kann man nur spekulieren. Einige Stadträte bedauerten jedoch, dass der Verkauf nicht ausreichend bekannt gemacht worden sei. Helmut Hunger (CSU) kritisierte etwa, dass er den Verkauf der alten Grundschul-Möbel gar nicht mitbekommen habe. Auch CSU-Fraktionssprecherin Kornelia Funke wünschte sich etwas aus dem Bestand für die Bücherei am Münztor, nachdem sie auch aus anderen Schulen etwas aufgestellt habe.

Die Stadt steht etwas unter Zeitdruck, denn der Umzug der zehn Grundschulklassen ist abgeschlossen. Der Rückbau und Abtransport der Mietcontainer-Anlage ist auch schon erledigt. Unter anderem mussten Tische und Stühle von sechs Schulklassen – hochgerechnet 96 Doppel-Schulbänke, fünf Einzeltische und rund 200 Stühle – raus aus den Containern. Aus dem Altbau sind es nochmals 78 Doppel-Schulbänke und 15 Einzeltische sowie 170 Stühle. Diese älteren Möbel – alles nach dem Erwerb seit 2006 bleibt im Bestand der Stadt – einzulagern, dafür würden die Lagerkapazitäten fehlen, hieß es seitens der Verwaltung. Auch müsse die Stadt Kosten vermeiden für den aufwendigen Transport zu einem Zwischenlager und eventuelle Mietkosten für diese Räumlichkeiten. Falls die Möbel am Ende gar nicht mehr gebraucht würden, könnten auch Entsorgungskosten anfallen, so die Befürchtung.

Bedarf bei anderen Einrichtungen bestand in der Region offensichtlich nicht, zumindest bei den Grundschulen in den benachbarten Gemeinden habe man seitens der Verwaltung angefragt – haben wollte niemand etwas.

„Das war jetzt eine Hauruck-Aktion, der Umzug ging ad hoc“, formuliert es Esther Laue, bei der Stadt für Kinder- und Jugendwesen zuständig, und damit auch für die Grund- und Mittelschule. Ein Teil der Einrichtung sei im Vorfeld noch an die Mittelschule gegangen, hauptsächlich Schränke, Regale, Garderoben oder Spinde. Auch im Keller der Lechsporthalle seien noch Möbel eingelagert. Übrig seien mindestens so viele Tische und Stühle, dass man drei oder vier Klassenzimmer ausstatten könne.

Der Stadtrat beschloss, dass das übrig gebliebene Inventar auch an Schongauer Familien gehen soll – „gegen Gebot, sofern Gebote eingehen“, wie es hieß. Die nicht mehr verwertbaren Restbestände müssten dann kostenpflichtig entsorgt werden. Stadträtin Barbara Karg (SPD) störte sich an der ursprünglich in der Verwaltungsvorlage verwendeten Formulierung „bedürftige Familien“ – jeder, der Interesse habe, solle die Möglichkeit bekommen, etwas aus dem alten Fundus zu nehmen.

Ein Termin für die Möbelaktion soll noch bekannt gegeben werden.

Termin wird noch

bekannt gegeben

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ehrenbürgerschaft für Helfer: Langs feiern krönenden Abschluss in Rumänien
Einen emotionalen Abschied bereiteten jüngst die Bürger des rumänischen Dorfs Zagujeni Helga und Rudolf Lang. Zum Dank für die jahrelange Hilfe wurde dem Ehepaar aus …
Ehrenbürgerschaft für Helfer: Langs feiern krönenden Abschluss in Rumänien
„Extrem lauter Knall“: Unbekannte sprengen Zigarettenautomat in Reichling
Ein lauter Knall hat in der Nacht auf vergangenen Sonntag die Reichlinger aufgeschreckt. Unbekannte Täter waren dem Zigarettenautomat in der Flößerstraße mit rabiaten …
„Extrem lauter Knall“: Unbekannte sprengen Zigarettenautomat in Reichling
Der „Komak“-Star von nebenan
Multitasking ist Frauensache, heißt es. Doch auch unter Männern gibt es manchmal wahre „Multitalente“. Das beweist der Peitinger Ehsan Montaseri. Als berufstätiger …
Der „Komak“-Star von nebenan
Kreistag beschließt Nachtragshaushalt - Debatte über teure Vorhaben
Der Beschluss über den Nachtragshaushalt des Landkreises sorgte im Kreistag kurz vor den Kommunalwahlen für eine Debatte über die zahlreichen Vorhaben, die in Zukunft …
Kreistag beschließt Nachtragshaushalt - Debatte über teure Vorhaben

Kommentare