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Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt in Schongau jetzt barrierefrei

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Brettleben ist der neue, barrierefreie Eingang auf der Südseite der Schongauer Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt. Sabine Kaiser (Mitte) sowie Johann Wäsle (links) und Helmut Hunger vom Förderverein sind begeistert.  foto: schelle
Brettleben ist der neue, barrierefreie Eingang auf der Südseite der Schongauer Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt. Sabine Kaiser (Mitte) sowie Johann Wäsle (links) und Helmut Hunger vom Förderverein sind begeistert. foto: schelle

Schongau - Der barrierefreie Eingang in die Schongauer Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt ist fertig - und ein voller Erfolg. Das hat ein erster Test mit Rollstuhlfahrerin Sabine Kaiser bewiesen.

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Schongau - Kein umständliches Drücken auf einen Knopf, aber auch kein ständiges wie auf Dauer sehr nerviges Auf und Zu. Der Sensor der neuen, vollautomatischen Glas-Schiebetür am südlichen Eingang der Schongauer Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt scheint optimal eingestellt zu sein. Sabine Kaiser, die seit einem Skiunfall vor 17 Jahren im Rollstuhl sitzt, testet den barrierefreien Eingang erstmals - und ist sofort hellauf begeistert.

„Toll, der Eingang ist wirklich barrierefrei“, sagt sie nach dem ersten Hinein- und wieder Herausrollen. Das kräftezehrende Türe-Aufschieben sowie der lästige Absatz, über den man es laut Kaiser als Rollstuhlfahrer nur mit viel Übung geschafft hat, der aber vor allem für die altersschwachen Menschen mit Gehhilfe eine schier unüberwindbare Hürde darstellte, gehört jetzt der Vergangenheit an. Nun ist der Weg ins Gotteshaus für alle Menschen ohne Probleme zugänglich.

Zu verdanken ist das Sozialprojekt dem Förderverein Mariae Himmelfahrt, der um den Vorsitzenden Helmut Hunger lange Zeit für die Umsetzung kämpfen musste. Insbesondere der Denkmalschutz stellte sich quer, wollte keinen supermarktähnlichen Eingang an einer historisch wertvollen Kirche. Aber: dank dieser neuen Glastüre - ob sie jetzt dazu passt oder nicht - wird der echte Schatz dieses südlichen Ein- und Ausganges erst richtig sichtbar. „Die äußere Holztüre war nämlich gar nicht so alt“, betont Johann Wäsle, Hungers Stellvertreter. Die innere, rund 250 Jahre alte Türe sei das eigentliche Schmuckstück. Und die ist jetzt durch die Glastüre schon von außen gut erkennbar.

Der Baubeginn vor gut einem Monat hat sich also vollends gelohnt. Auch wenn die Arbeiten doppelt so lange angedauert haben, als zunächst von Hunger und Co. geplant. „Die Handwerker haben festgestellt, dass das Dach über dem Eingangsbereich an einer Stelle undicht war“, so Hungers Begründung für die vierwöchige Verzögerung.

Die Kosten bleiben trotzdem bei den im Voraus geschätzten 24 000 Euro. Wenngleich der Förderverein die Summe nicht komplett aus eigener Tasche bezahlen muss. „20 Prozent Zuschuss bekommen wir von der Stadt Schongau“, sagt Wäsle. Und die Hoffnung auf eine weitere Finanzspritze von der Diözese Augsburg lebt. „Wir werden einen Antrag einreichen.“ Zwar sei der barrierefreie Eingang vom Förderverein schon finanziell gedeckt, doch Geld könne man für weitere, bereits angedachte Projekte, die ausschließlich in die Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt fließen, immer gut gebrauchen. „Zum Beispiel für eine neue Fassade an der Nordseite.“

Spendenkontozur Unterstützung des Fördervereins Mariae Himmelfahrt: Kreissparkasse Schongau (Konto 420190, BLZ 73451450) oder Raiffeisenbank Pfaffenwinkel (Konto 105155, BLZ 70169509)

js

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