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Der neu gewählte Vorstand des Tourismusvereins: (v.l.) Beisitzer Josef Wohlfahrt, Geschäftsführerin Angela Schweiger, Beisitzerin Barbara Zach, Vorsitzender Michael Schilling, Beisitzerin Silke Gebhardt, Vize-Vorsitzender Martin Hinterbrandner, Beisitzerin Eike Weissinger und Kassenprüfer Peter Völk.

Er Stand kurz vor der Auflösung

Tourismusverein Bernbeuren bleibt bestehen

Bernbeuren - Ein erfreuliches Ende genommen hat das Vorstands-Debakel des Tourismusvereins Bernbeuren. Im zweiten Anlauf ist es gelungen, eine neue Vorstandschaft zu stellen. Neuer Vorsitzender ist Michael Schilling.

 „Es ist Spannung und Explosivität mit drin. Wir werden uns zusammenraufen müssen“, sagte Bürgermeister Martin Hinterbrandner. Nichtsdestotrotz war auch er erleichtert, dass es gelungen ist, eine neue Vorstandschaft zu installieren, nachdem die bisherigen Vorstände sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatten (wir berichteten). „Eine Auflösung des Vereins wäre mir zu schnell gewesen“, so Hinterbrandner. Auch der scheidende Vorstand Franz Hipp, der dieses Amt 15 Jahre lang bekleidet hatte und seit 18 Jahren Mitglied im 1976 gegründeten Tourismusvereins ist, zeigte sich erfreut: „S’ goht aufwärts!“ Den neuen Vorstandsmitgliedern wünschte er eine glückliche Hand.

Neu gewählt wurden Michael Schilling zum ersten Vorsitzenden, Martin Hinterbrandner zum zweiten Vorsitzenden, als Beisitzer Eike Weissinger, Josef Wohlfahrt, Barbara Zach und Silke Gebhardt sowie als Kassenprüfer Peter Völk. Geblieben ist Angela Schweiger als Geschäftsführerin. Der Wahl vorangegangen war eine längere Diskussion, so dass der angepeilte schnelle Ablauf wegen des Champions League-Spiels des FC Bayern nicht ganz eingehalten werden konnte. „Es war nicht leicht, jemand anzusprechen, aber es sind ein paar Signale da“, hatte Hinterbrandner angekündigt. Wenngleich er einräumte: „Es gibt ein paar Namen, die mögen nicht einfach sein.“

Jetzt aufgeben, wäre die schlechteste Lösung

Jetzt aufzugeben wäre aber in jedem Fall die schlechteste Lösung. Er warb dafür, vorerst zumindest für ein Jahr eine komplette Vorstandschaft zu stellen und dann weiter zu sehen. Dem musste Franz Hipp entschieden widersprechen: „Laut Satzung wird der Vorstand für drei Jahre gewählt. Machen die das beim Vereinsregister überhaupt für ein Jahr?“ Darauf Hinterbrandner: „Erstmal sind die Formalitäten zu erfüllen. Nach einem Jahr können wir schauen: Waren wir erfolgreich oder nicht? Natürlich werden wir keinen Vorstand aus dem Amt jagen, auch wenn er nichts tut.“

Erst einmal fragte er aber bei den 21 anwesenden von insgesamt 62 wahlberechtigten Mitgliedern nach, wie die Bereitschaft, einen Vorstandsposten zu übernehmen, aussah. Einer, der sich nicht lange bitten ließ, war Michael Schilling: „Es ist in Bernbeuren schon so viel passiert, wie zum Beispiel die Internet-Seite und die Beschilderung im Ort. Den Tourismus zu entwickeln, ist für mich eine Herausforderung persönlicher Natur.“ Obwohl das Ganze für seine derzeitige Situation „etwas zu früh“ komme, erklärte er sich schließlich bereit, den Posten des ersten Vorstands zu übernehmen. Und hoffte aber, einige Aufgaben aus Zeitgründen delegieren zu können.

"Bürger sollten hinter dem Projekt stehen"

Eike Weissinger erklärte sich grundsätzlich bereit, ein Amt zu übernehmen, wünschte sich aber mehr Rückhalt aus der Bevölkerung: „Die Gemeinde und die Bürger sollten hinter den Projekten stehen und nicht uns persönlich verantwortlich machen.“ Immer nur zu kritisieren, das bringe gar nichts, pflichtete ihr ein Anwesender bei. Barbara Zach hätte den Verein eigentlich auch lieber durch Mitarbeit, sprich Führungen, unterstützt, ließ sich aber überreden, ein Amt zu übernehmen. Lediglich die bisherige Geschäftsführerin Angela Schweiger stand von Anfang an hinter ihrer Kandidatur und stellte den ersten Namen auf der Liste.

Die Wahlvorschläge wurden einstimmig angenommen, so dass der Verein auch in seinem 40. Jubiläumsjahr weiter bestehen kann. Der beliebte Kreativmarkt fällt in diesem Jahr aber trotzdem aus, weil durch die Unsicherheit über den Fortbestand des Vereins nicht rechtzeitig geplant werden konnte, wie Schweiger ausführte. Michael Schilling, der vergangenes Jahr das erste Bernbeuren-Flimmern, eine dreitägige Open-Air-Kino-Veranstaltung, organisiert hatte, kündigte dafür eine Neuauflage in diesem Jahr als erste Aktivität an.

Ursula Fröhlich

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