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Die Schongauer Grundschule: Rot umrahmt der Gebäudeteil, der seit Montag gesperrt ist.

Staufer Grundschule Schongau

Statiker sperrt maroden Schultrakt

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Schongau - Ein Schultrakt an der Schongauer Staufer Grundschule ist derart marode, dass er am Montag vorsorglich gesperrt wurde. Dies bringt die Schule in arge Raumnot, eine Lösung soll rasch gefunden werden.

Der Aufmerksamkeit eines Lehrers ist es zu verdanken, dass die Stadt Schongau einen Statiker schickte, um den Zustand einer der Querbauten der Staufer Grundschule in Schongau erneut zu überprüfen. Dem Lehrer war in der vergangenen Woche aufgefallen, dass sich im Mittelbau, dem sogenannten Block B, der Fußboden abgesenkt hatte. In zwei Klassenzimmern im ersten Obergeschoss kam es offensichtlich zu sichtbaren Verwerfungen und Aufwölbungen des Fußbodens. Der von der Stadt umgehend beauftragte Baufachmann, der das Gebäude schon 2008 für ein Bestandsgutachten auf seine Statik hin überprüft hatte, war am Freitag vor Ort und bestätigte nun alle Befürchtungen. Am Montagvormittag wurden dieser Schultrakt für den Unterricht gesperrt. „Wir haben um 9.30 Uhr vorsorglich evakuiert, jetzt haben wir erfahren, dass diese Räume auch weiterhin gesperrt bleiben“, berichtet Ulla Heitmeier, Rektorin der Staufer Grundschule.

Was die Schule natürlich nun in arge Bedrängnis bringt, die Raumnot ist groß: Vier Klassen sind betroffen. Eine rasche Lösung konnte man in Zusammenarbeit mit der Mittelschule finden. Dort sind derzeit Räume frei, wo die Grundschüler unterrichtet werden können. Die Mittelschüler befinden sich dieser Tage auf einem Betriebspraktikum – aber nur bis zu den Osterferien. „Wir müssen uns jetzt zusammensetzen und eine Lösung finden“, so Heitmeier. Dies geschieht natürlich auch in Absprache mit der Stadt Schongau, die gestern Abend noch die Mitglieder des Bauausschusses über die aktuelle Entwicklung an der Staufer Grundschule informierte.  

Ursprünglich war geplant, die Blöcke B und C direkt neben dem Ypsilon-Bau noch etwa drei Jahre lang zu nutzen, erläutert Sebastian Dietrich, im Städtischen Bauamt unter anderem für den Schulneubau zuständig. Die beiden Pavillons und die Turnhalle sollen mit Beginn der Sommerferien nach und nach abgerissen werden, bis Oktober sollen diese Arbeiten dann abgeschlossen sein und bereits mit den ersten Erdarbeiten für den Neubau begonnen werden. Für die Bauzeit werden spezielle Schulpavillons angeschafft, laut Dietrich ist der Bezug des Teilneubaus für Frühjahr 2019 avisiert.

„Bis zur kommenden Woche wollen wir dem Stadtrat eine Lösung präsentieren“, so Bürgermeister Falk Sluyterman gestern auf Anfrage der Schongauer Nachrichten. Wie die Stadt jedoch bereits verlauten ließ, ist nicht vorgesehen, das Gebäude noch einmal soweit herzurichten, dass dort Unterricht stattfinden kann. Abgesehen von dem wohl nur schwer zu erbringenden Standsicherheitsgutachten, sei dies in Anbetracht der kurzen Restnutzungsdauer von drei Jahren auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar. Besonders lobt die Stadt Schongau das gute Verhältnis zur Schulleitung der Schongauer Staufer Grundschule, die Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium sei hervorragend und unkompliziert, so Dietrich.

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