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Der Gemischte Chor im Pfaffenwinkel unter der Leitung von Andreas Wiesmann beim Adventskonzert in der Wieskirche. Vorne die Dreiecksmusi.

Adventskonzert in der Wieskirche

Alpenländische Klänge in schönster Form

Eisige Kälte und Musik, die die Herzen erwärmte: Ein festliches Adventskonzert mit Winterstimmung erwartete die Besucher am zweiten Adventssonntag unter dem Titel „Musik im Advent“.

Wies – „Ich begrüße Sie in unserer sehr kalten Wieskirche“, meinte Monsignore Gottfried Fellner zu Beginn des Konzerts. Sturmböen umtobten die Kirche von außen, und drinnen bildeten sich vor den Mündern der Sänger weiße Dunstwolken. Wer nicht vorsorglich eine Decke mitgebracht hatte, konnte sich zumindest an der stimmungsvollen Musik wärmen.

So hatte Organist und Leiter Andreas Wiesmann bekannte Formationen und Interpreten aus der Region gewonnen, die ein abwechslungsreiches Programm gestalteten. Einführung und Ausklang bestritten die Schongauer Weisenbläser mit fanfarenartigen Klängen.

Mit der andächtigen Volksweise „In Nacht und Dunkel liegt die Erd“ stimmte der Gemischte Chor im Pfaffenwinkel unter der Leitung von Andreas Wiesmann auf die Adventszeit ein, in der die Menschheit auf den nahenden Retter wartet.

Monsignore Gottfried Fellner streute mit seinen Texten allerhand Nachdenkliches und Besinnliches zum Thema Advent und Weihnachten ein. „Was ist eigentlich typisch adventlich?“, fragte er. Und kam zu dem Schluss: „Ein Segen ist der Advent, wenn wir ihn so begehen und verstehen, wie Gott ihn für uns gedacht und gewünscht hat!“

Mit dem aufhorchen lassenden Dreigesang „Tauet ihr Himmel den Höchsten herab“ aus dem Salzburger Land brachten die Geschwister Forster aus Bad Feilnbach die Sehnsucht nach dem Erlöser zum Ausdruck. Mit „O Josef, lieber Josef mei“, „Es hat da Kaiser Augustus“ und „Geh Hansl, pack die Binkerl zsamm“ hatten sie noch weitere Perlen aus dem alpenländischen Musikgut im Gepäck.

Wahre Perlen waren auch die eingestreuten Stücke der virtuosen Dreiecksmusi aus dem Lechrain. Mit „Der Mondscheinige“, „Perchtentanz“ oder dem „Königinnen-Walzer“ auf der Steirischen Ziehharmonika, Tuba und Gitarre verzauberten sie das Publikum.

Für angenehm weiche Bläserklänge, wie dem „Adagio“ von Franz Xaver Duschek oder „Minuetto“ von Peter Huber sorgte das Oberammergauer Holzbläsertrio. Beeindruckende Fertigkeit auf seinem Instrument bewies der mehrfach ausgezeichnete Epfacher Klarinettist Tobias Eglhofer, der mit viel Gefühl von Andreas Wiesmann auf der Orgel begleitet wurde.

Ein locker-leichtes Adagio aus Wolfgang Amadeus Mozarts berühmten Klarinettenkonzert A-Dur entführte die Besucher ebenso wie das Adagio und Rondeau aus der anspruchsvollen Sonate Es-Dur von Francois Devienne für Klarinette und Piano auf musikalische Höhenflüge.

Für die bodenständige Erdung waren die traditionellen Musiker zuständig und der gefühlvolle Andachtsjodler, der zum Abschluss gemeinsam gesungen wurde.

Wer sich durch die Wetterkapriolen nicht abhalten ließ erlebte ein Konzert, das atmosphärische Akzente setzte. Alpenländische Klänge in ihrer schönsten Form. Und ein Gutes hatte das Wetter doch. Es brachte die Besucher einander näher, die Fellners Rat beherzigten: „Stützen Sie sich gegenseitig und helfen Sie einander!“ Wind und Regen hatten nämlich den Fußweg zur Wieskirche in eine Eisbahn verwandelt.

Von Ursula Fröhlich

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