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Einblicke in Leimbachs kleine Gartenwelt gab es am Samstag in Steingaden. Die Besucher zeigten sich recht angetan. Foto: myt

Aktionstag „Gartenwonne“

Von blühender Gartenwelt fasziniert

Samtweiches Gras, betörender Blütenduft, paradiesische Atmosphäre: „Leimbachs kleine Gartenwelt“ war einer von sechs Gärten, die am Samstag zur „Gartenwonne“, dem Aktionstag des Netzwerkes Gartenwinkel-Pfaffenwinkel ihr Tor öffneten.

Steingaden – „Paradiesgärtner pflanzen Heiterkeitsbäume, Freudensträucher, Lachobst und Tanzgemüse“, sagte einmal der Schweizer Lebenskünstler Alfred Selacher. Dieser Macxime haben sich wohl auch Roberta und Peter Leimbach verschrieben und aus ihrem Garten ein wahres Paradies gemacht. Vor 20 Jahren haben sie das Anwesen im Kindergartenweg gekauft, das Gras stand kniehoch, riesige Wacholdersträuche füllten nach dem Ausgraben einen ganzen Container. Für Roberta Leimbach war es der erste Garten.

„Aber vielleicht habe ich ja einen südländischen grünen Daumen“, lacht die gebürtige Mannheimerin mit kroatischen Wurzeln. Und das scheint noch fast untertrieben. Es ist, als tauche der Besucher in eine zauberhafte Welt ein. Um einen alten Apfelbaum rankt sich eine Rambler-Rose, die den Baum im Sommer quasi ein zweites Mal erblühen lässt.

Perfekt scheint das Verhältnis des Gartens von Fläche und Verdichtung. Berauscht vom Duft gelber Pfingstrosen hört man das Plätschern des Wassers an einem kleinen Brunnen, erblickt das Blau und Gelb der blühenden Iris in üppig angelegten Beeten, in denen die Rosen noch knospen. Der Rasen ist satt und weich und verführt zum Barfußgehen. Unterteilt in unterschiedliche Bereiche laden unter Bäumen oder Bögen verschiedene Sitzgruppen zum Verweilen ein.

„Der Garten ist so angelegt, dass man ihn auch genießen kann“, erklärt Roberta Leimbach einer Gruppe von Besucherinnen, die sich zur Führung eingefunden haben. Je nach Stimmung oder Sonneneinstrahlung genieße das berufstätige Ehepaar die verschiedenen Bereiche. „Und es macht jetzt weniger Arbeit, als man denken könnte“, erklärt sie, lediglich im Frühling und Herbst – die Schaulustigen nehmen es mit Staunen zur Kenntnis.

Besucher bekommen Tipps zur Gartengestaltung und Pflanzenhaltung

„Leimbachs kleine Gartenwelt“ ist am Aktionstag nicht überlaufen, genauso wie Roberta Limbach es mag. Rund 200 Besucher, darunter eine Busgruppe aus dem Stubai-Tal, ließen sich von ihr Tipps zu Gartengestaltung und Pflanzenhaltung geben oder von der üppigen Pracht der Anlage inspirieren. „Das ist besser als der ,Tag der offenen Gartentür‘“, äußert sich Limbach zufrieden, an dem sie nicht mehr teilnehmen möchte – zu viele Besucher. Die „Gartenwonne“ lasse mehr Raum zu persönlichen Gesprächen, das mag sie.

So sieht es auch Werner Böglmüller, der vis-a-vis von Leimbach wohnt und ebenfalls seinen Garten geöffnet hatte. Er präsentierte seinen neuen, selbstgebauten Brunnen ebenso wie einen großen Gartenteich und Grillbereich. Und bei schönstem Wetter machten die Garteninteressierten auch noch Halt beim dritten Teilnehmer des Aktionstages, dem Klostergarten im Welfenmünster. Dort war Wissenswertes über Kräuter zu erfahren.

Gartenliebhaber sollten sich die weiteren Aktionstage vormerken: 15. Juli, 13 bis 18 Uhr, „Es summt und brummt“; 11. August, 18 bis 22 Uhr, „Gartenkultur trifft Kunst“; 9. September, 13 bis 18 Uhr, „Augenschmaus & Gaumenfreude“.

Myrjam Trunk

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