+
Feierliche Altarweihe: Pater Petrus-Adrian Lerchenmüller (li.) und Weihbischof Anton Losinger entzündeten den Weihrauch auf dem Altar. Hinter dem Altar (v.l.) Diakon Armin Eder, Monsignore Gottfried Fellner, der ehemalige Wiespfarrer Georg Kirchmeir, der Kreis-Dekan Georg Fetsch und Diakon Christoph Schwarzer. 

Restaurierung des Steingadener Welfenmünsters abgeschlossen

Altar wird zum Symbol für Jesus Christus

Der Abschluss der Renovierung des Welfenmünsters ist in Steingaden mit einem Festwochenende gefeiert worden. Den Höhepunkt bildete die Weihung des neuen Altars und Ambo, die von Steinmetzmeister Johannes Klein und dem Architekten Christian Stadtmüller gestaltetworden sind.

Steingaden– Voll besetzt war das Gotteshaus am gestrigen Sonntagvormittag, als Weihbischof Anton Losinger aus Augsburg mit den Priestern der näheren Umgebung Einzug in das Gotteshaus hielt. Er zelebrierte die feierliche Altarweihe mit Wasser und Feuer. Ein eindrucksvolles Erlebnis für alle, die dabei waren.

Der Altar oder auch „Tisch des Herrn“ ist das Herzstück einer jeden Kirche. Am Altar feiert der Priester mit der Gemeinde die Eucharistie, also die Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi. „Dieser Altar sei die festliche Tafel, um die sich die Genossen Christi versammeln, ein Ort des Vertrauens, eine Quelle der Einheit der Kirche und der Eintracht der Gemeinde. Die Mitte unseres Lobens und Dankens, die Kraft und Zuversicht gibt“, sagte Losinger, bevor er zum althergebrachten Zeremoniell der Altarweihe schritt.

Das Weihegebet und die dazu gehörigen Riten kommen zum Teil aus dem 4. Jahrhundert und haben nichts von ihrer weihevollen und würdigen Faszination eingebüßt. Sogar die jüngsten Gottesdienstbesucher verfolgten ruhig und mit staunenden Augen die Geschehnisse rund um den Altar. Dazu gehörten die Besprengung des Altars mit Weihwasser, das zuvor während des Gottesdiensts gesegnet wurde, die Beisetzung von Reliquien des Heiligen Norbert von Xanten, des heiligen Adrian, des heiligen Jakob (Märtyrer von Gorcum) und des seligen Hroznata (Gründer des Klosters Tepl) im Altar.

Im Anschluss salbte der Weihbischof den Altar mit Chrisamöl, das in die Mitte. an die vier Ecken gegossen und auf der ganzen Fläche verteilt wurde. Durch die Salbung wird der Altar zum Symbol für Jesus Christus. (Christos bedeutet: Der Gesalbte).

Der Weihrauch, der als lieblicher Wohlgeruch zu Gott aufsteigt

Danach wurde Weihrauch auf dem Altar verbrannt. Dazu verteilte Losinger die Harzstücke an fünf Stellen, die an die Wundmale Christi erinnern sollen. Der Weihrauch, der als lieblicher Wohlgeruch zu Gott aufsteigt, ist ein Zeichen dafür, dass die Gebete der feiernden Gemeinde von Gott erhört und angenommen werden.

Mit dem Weihegebet bat der Bischof um Gottes Segen. Schließlich wurde mit dem Auflegen des Altartuchs und dem Anzünden der Kerzen durch Pater Petrus-Adrian das eucharistische Mahl vorbereitet. Trefflich und feierlich musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch die „Erdwärtsmesse“ von Peter Jan Marthé, gestaltet von Schola, Bläserensemble und Projektchor sowie den Organisten Anton Guggemos und Eduard Heißerer, die ihr Können auf der neuen Orgel zeigten (siehe Artikel unten). Die musikalische Leitung hatte Caspar Berlinger.

Unterhaltungsprogramm im Fohlenhof

Im Anschluss an den Gottesdienst bedankte sich Pater Petrus-Adrian bei allen, die sich für die Gestaltung der Kirche eingesetzt haben und überreichte einen Korb mit Steingadener Köstlichkeiten an den Weihbischof. Aber auch die Leistung von Pater Petrus-Adrian, der eine gehörige Portion Herzblut in die Renovierung des Welfenmünsters gesteckt hat, blieb nicht unerwähnt.

Nach dem Gottesdienst zog die Gemeinde – angeführt von der Musikkapelle und den Fahnenabordnungen – zum Fohlenhof, wo ein Mittagessen und ab 14 Uhr ein Unterhaltungsprogramm warteten.

Lesen Sie auch 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Auch Rottenbuch hat sein „Drehbuch“ für die Zukunft
Rottenbuch hat ein „Drehbuch“ für die Zukunft. Dies ist das Ergebnis des Interkommunalen Entwicklungskonzepts. Der Gemeinderat segnete den Abschlussbericht ab – mit …
Auch Rottenbuch hat sein „Drehbuch“ für die Zukunft
Fridays for Future: Schüler rufen zur ersten Schongauer Klimademo auf
„Es wird Zeit, dass auch Schongau aufwacht!“ Unter diesem Motto gehen jetzt erstmals auch die Schüler aus Schongau auf die Straße: Zur ersten großen Fridays for …
Fridays for Future: Schüler rufen zur ersten Schongauer Klimademo auf
450 Inthroball-Karten in einer Stunde weg
Das dürfte eine Premiere mit durchschlagendem Erfolg werden: Der erste Inthronisationsball in der Lechsporthalle in Schongau. Schon zum Faschingsauftakt waren fast alle …
450 Inthroball-Karten in einer Stunde weg
Heftige Debatte: Reinigungskräfte sollen bei Servicegesellschaft angestellt werden
Für erhebliche Debatten im Kreistag sorgte der Plan der Krankenhaus GmbH, eine Servicegesellschaft zu gründen, bei der sämtliche Reinigungskräfte für die beiden Kliniken …
Heftige Debatte: Reinigungskräfte sollen bei Servicegesellschaft angestellt werden

Kommentare