Haben allen Grund zu strahlen und stolz auf sich zu sein: Die Mitglieder der Steuerungsgruppe „Steingaden fairändern“ mit (v .l.) Kirstin Mayr, Hildegard Lutz und Sylvia Hindelang mit Uwe Dengel von der gleichnamigen Confiserie in Rott am Inn, wo die faire Schokolade produziert wird, von der in Steingaden und Umgebung schon 10 000 Tafeln verkauft worden sind.

Am Sonntag wieder regionaler Brunch

Fair ein voller Erfolg in Steingaden

„Fairnasch mich!“, lautet die Aufforderung auf den Schokoladetafeln, die in vielen Steingadener Geschäften, Gaststätten und Einrichtungen angeboten werden. Rund 10 000 Tafeln der Steingadener Fairen Schokolade sind seit ihrer Einführung im Juni des Jahres 2017 bereits verkauft worden. Am Sonntag gibt es wieder einen regionalen Brunch. 

Steingaden – „ Statistisch gesehen kommen damit auf jeden Steingadener Einwohner gut dreieinhalb Tafeln Schokolade im Jahr. Haselnuss ist die Lieblingssorte, aber auch Vollmilch, Vollmilch-Vanille und Zartbitter finden ihre Liebhaber. Sie wird gern verschenkt, auch von Steingadens Bürgermeister Xaver Wörle und Pater Petrus-Adrian Lerchenmüller, die namens der politischen und kirchlichen Gemeinde mit Überzeugung hinter dem Fairtrade-Gedanken stehen. So ist es seit Jahren selbstverständlich, dass durch den Katholischen Frauenbund im Pfarrheim und bei großen Festen immer fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt wird.

Fair gehandelte Rosen werden im örtlichen Blumengeschäft angeboten, im Raiffeisen-Lagerhaus und im Fischerhaus gibt es eine Auswahl fair gehandelter Lebensmittel. Die Gäste der Katholischen Landvolkshochschule Wies schätzen natürlich auch die „Wieser Betthupferl“, eine Nugatpraline, die wie das übrige Schokoladensortiment von der Confiserie Dengel aus Rott am Inn aus fairen Zutaten hergestellt wird.

Die Steuerungsgruppe „Steingaden fairändern“ nutzt also viele Gelegenheiten, um auf das Sortiment fair gehandelter Produkte aufmerksam zu machen. Im April etwa hat das Team ein regional-faires Sonntagsfrühstück organisiert, das erstmals durch eine Modenschau ergänzt worden ist (wir haben berichtet). In Zusammenarbeit mit Modegeschäft-Inhaberin Eva Maurer aus Schongau, wird dieses Erfolgsmodell jetzt neu aufgelegt: An diesem Sonntag, 30. September, locken ab 9.30 Uhr herbstliche regional-faire Köstlichkeiten am Buffet und neue Herbst- und Wintermode auf dem Laufsteg ins Pfarrheim im Fohlenhof in Steingaden.

Übrigens: Die Ernennung zur Fairtrade-Gemeinde ist kein Selbstläufer – und sie muss alle zwei Jahre neu bestätigt werden. Seit kurzem steht fest, dass Steingaden wieder alle Kriterien erneut erfüllt hat und die Gemeinde daher diesen Titel bis ins Jahr 2020 definitiv weiter tragen darf. Im Jahr 2014 war Steingaden bundesweit die 300. Fairtrade-Gemeinde und die erste im Landkreis Weilheim-Schongau, inzwischen gibt es in Deutschland 546 Städte und Gemeinden mit diesem Titel.

Von diesem Engagement haben sich auch die Schüler und Lehrer der Mittelschule Steingaden anstecken lassen, die seit März 2016 die Auszeichnung Fairtrade-Schule tragen darf.

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