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Komplizierte Rettung durch Bergwacht

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Von: Boris Forstner

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Bei Waldarbeiten war ein Arbeiter am Hohen Trauchberg abgestürzt und hatte sich schwerst verletzt. © Bergwacht

Zu einem komplizierten Einsatz musste die Bergwacht Steingaden-Peiting ausrücken. Ein Holzer verunglückte auf der Südseite des Hohen Trauchbergs.

Steingaden/Trauchgau Bei Waldarbeiten in sehr steilem Gelände auf der Südseite des Hohen Trauchbergs ist am Dienstag gegen 12.15 Uhr der Mitarbeiter eines Privatunternehmens verunglückt. Der 28-jährige Holzer stürzte aus noch ungeklärter Ursache rund 50 Meter tief ab, in sehr steilem Gelände. „.Zu Fuß kann man sich da gerade noch halten“, beschreibt Sepp Schleich jun., Einsatzleiter der Bergwacht Steingaden-Peiting. Beim Absturz erlitt der Mann laut Schleich schwerste Verletzungen – und hatte noch Glück, dass er beim Fallen nicht auf einen Baum geprallt ist.

Die Waldarbeiter waren zu dritt unterwegs, ein Kollege alarmierte sofort die Rettungskräfte. Das unwegsame Gelände erforderte auch den Einsatz der Bergwacht Steingaden-Peiting. Parallel zum Anflug des Rettungshubschraubers aus Reutte, konnte Schleich mit dem zuständigen Förster des Gebietes zur Einsatzstelle fahren und so den Hubschrauber einweisen. Weitere Einsatzkräfte kamen von Steingaden mit dem Bergwachts-Toyota, um Notarzt und Sanitäter bei der Erstversorgung zu unterstützen. Der Aufbau von Seilgeländern stand im Vordergrund, so dass sich die Retter bei der Bergung sichern konnten und nicht selbst abstürzten.

Nachdem der Verletzte im Bergesack und dem Vakuum-Bett stabilisiert war, wurde er vom Rettungshubschrauber mit der Seilwinde aufgenommen und in die Unfallklinik Murnau geflogen. „Diese Einsätze sind für die Hubschrauberbesatzung und die Bergretter eine besondere Herausforderung, da zwischen den Bäumen immer die Gefahr besteht, dass das Seil der Winde sich verhängt und einen Abbruch der Bergung verursacht“, sagte Schleich.

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