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Klimaschutz zum Anfassen: Die Schüler der Grundschule Steingaden mit (v. li.) Klassenlehrerin Jutta Heller, Garnet Wachsmann und Judith Dangel.

„Bioenergietag“ in Steingaden

Unterricht für kleine Klimaschützer

Was schmelzende Eisberge in der Arktis mit unserer Region zu tun haben und wie der Klimawandel funktioniert, erfuhren jüngst Schüler der Grundschule Steingaden. Beim „Bioenergietag“ machten sie sich viele Gedanken über die Zukunft.

Steingaden – Woher bekommen wir Wärme und Strom – und wie können wir Klima und Umwelt schützen? Das können Kinder nicht früh genug lernen, finden die Mitglieder der Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“ (EWO) und organisieren deshalb „Bioenergietage“ an Grundschulen.

Mit finanzieller Unterstützung des Landkreises Weilheim-Schongau können auch die Schüler in der Region Erfahrungen sammeln im nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Ganz praktisch ging es dabei kürzlich an einem Vormittag für die Klasse 4b der Grundschule Steingaden zu. Sie bekam Besuch von Julia Dangel, Klimaschutzmanagerin des Landkreises und EWO-Bildungsreferentin Garnet Wachsmann.

100 Liter Heizöl sind ein Ster Holz, lernten die Buben und Mädchen zum Beispiel – und bastelten anschließend „Energiebäume“. Zuerst so viele Bäume pro Jahr, dass bald kein Wald mehr da ist. Und schließlich nur so viele, wie nachwachsen können.

Zum Nachdenken regte die Schüler auch die Geschichte um das Mädchen Julie an. Das kommt nach Hause und es ist kalt: Heizung und Strom sind ausgefallen. Der Heizungsmonteur behauptet, dass der Eisbär aus ihrem Lieblingsbuch länger leben kann, wenn Julies Familie statt mit Erdöl lieber mit Holz aus dem Oberland heizt.

Im Anschluss mussten viele Fragen beantwortet werden: Wie hängen schmelzende Eisberge in der Arktis mit der Heizung im Münchner Oberland zusammen? Wie funktioniert der Klimawandel? Und was passiert, wenn es auf der Erde immer wärmer wird? Die Alternative zum Heizöl kannten einige Schüler von zu Hause: Holzpellets und Hackschnitzel. Auch die Schule hat eine Hackschnitzelheizung. Aber auch hier gab es Fragen. Kommt etwa kein CO2 aus der Holzheizung? Damit am Ende kein Gedanke verloren geht, wurden Erinnerungswürfel gebastelt.

Insgesamt sind im Rahmen der „Bioenergietage“ sieben Projekttage für Grundschüler der Schulen Steingaden, Obersöchering und Schongau angedacht. Gedanken über die Zukunft kann man sich schließlich nie früh genug machen.

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