Ein Gleitschirmflieger war in einen Baum gestürzt.
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Ein Gleitschirmflieger war in einen Baum gestürzt. Er erlitt nur leichte Verletzungen. Den Schirm barg die Bergwacht tags darauf.

Bergwacht zur Stelle

Gleitschirmflieger stürzt 20 Meter tief in einen Baum und hat Riesenglück

  • Jörg von Rohland
    VonJörg von Rohland
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Steingaden – Mit einem abgestürzten Gleitschirmflieger und im steilen Gelände fest sitzenden Damen bekam es die Bergwacht Steingaden-Peiting in der vergangenen Woche zu tun. Zweimal mussten die Retter ausrücken, sie konnten Schlimmeres verhindern.

Eine aufmerksame Radfahrerin setzte am Mittwochnachmittag den Notruf ab. Sie hatte oberhalb des Wankerflecks am Firstberg den Absturz eines Gleitschirmfliegers beobachtet. Der Schirm war plötzlich zusammengeklappt, der Pilot stürzte 20 Meter tief in einen Baum oberhalb eines steilen Felsabbruchs. Die Rettungsleitstelle musste von dem Schlimmsten ausgehen. Die Bergwacht Steingaden-Peiting wurde alarmiert, ein Rettungshubschrauber samt Notarzt angefordert. Die Mannschaft setzte sich sofort in Bewegung und fuhr mit zwei Autos zur Absturzstelle. Dort konnten die Retter erleichtert feststellen, dass der Gleitschirmflieger aus Füssen Riesenglück hatte. Er hatte den Absturz mit leichten Verletzungen überstanden und konnte ohne fremde Hilfe vom Baum und durch das felsendurchsetzte Gelände abklettern. Den Gleitschirm holte die Bergwacht tags darauf aus dem Baum und übergab sie dem Allgäuer im Tal.

Im steilen Gelände saßen zwei Wanderinnen fest. Eine geriet in Panik.

Zwei Wanderinnen wussten sich dagegen tags darauf nicht mehr selbst zu helfen. Sie hatten beim Abstieg von der Krähe in Richtung Gabelschrofensattel den Weg verfehlt und saßen auf 1900 Metern im steilen Gelände zwischen zwei Schneefeldern fest. Eine der beiden Damen aus dem Raum Augsburg war mit der Situation überfordert. Sie erlitt eine starke Panikattacke konnte weder vor noch zurück. Hilfe kam aus der Luft: Ein Hubschrauber aus Reutte nahm zunächst einen Bergwachtler auf. Mit seiner Hilfe wurde den Wanderinnen dann am Einsatzort ein spezieller Rettungsgurt angelegt. Mit der Rettungswinde konnten sie geborgen werden.

Glücklich, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben

Zurück am Landeplatz waren die beiden Frauen glücklich, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Nach einem kurzen medizinischen Check wurden die zwei 40-Jährigen mit dem Mannschaftsbus der Bergwacht zum Kenzneparkplatz gebracht.

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