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Maximilian Bertl (li.) und Thomas Illert wollen Bürgermeister in Steingaden werden.

Kommunalwahl 2020

Sturm aufs Steingadener Rathaus: Jetzt sind es schon vier Bürgermeisterkandidaten

  • Barbara Schlotterer-Fuchs
    VonBarbara Schlotterer-Fuchs
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In Steingaden setzt sich ein interessanter Trend für die Kommunalwahl 2020 fort: Es werden immer mehr Kandidaten, die gerne im Bürgermeistersessel sitzen würden. Neben Maximilian Bertl (CSU), Bernhard Hollerbach (Unabhängige Liste) und Roberta Leimbach (Frauenliste), will jetzt auch noch Thomas Illert als Vierter seinen Hut in den Ring werfen.

Steingaden – 24 Jahre hat Xaver Wörle in Steingaden das Amt des Bürgermeisters bekleidet. Ein einziger Versuch in all den Jahren, aus der nebenamtlichen Tätigkeit einen Hauptberuf zu machen, scheiterte im Gemeinderat. Erst jetzt für seinen Nachfolger soll sich das ändern. Fand sich lange kein Kandidat, der das Amt übernehmen wollte, so sind es jetzt gleich vier Kandidaten an der Zahl.

Bereits Anfang Dezember hat die Frauenliste Steingaden die langjährige Gemeinderätin Roberta Leimbach offiziell als Kandidatin ins Rennen geschickt. Die „Liste für Steingaden“ hat zwar keinen eigenen Kandidaten, unterstützt aber offiziell Gemeinderat Bernhard Hollerbach.

Der wiederum kandidiert für die Unabhängige Wählervereinigung als Bürgermeister, findet sich allerdings auf der „Gemeinsamen Liste“ Steingaden neben einem Kontrahenten im Rennen ums Bürgermeisteramt wieder: Maximilian Bertl, der für die CSU kandidiert, hat ebenfalls einen Platz auf der „Gemeinsamen Liste“, die sich aus Unabhängigen, CSU und Parteifreier Wählervereinigung zusammensetzt. 

Das große, selbsterklärte Ziel des 26-Jährigen: „Steingaden voranbringen und in eine gute Zukunft führen.“ Maximilian Bertl ist in Steingaden aufgewachsen. Derzeit arbeitet er als Geschäftsstellenleiter der Sparkasse in Rottenbuch, Böbing und Bad Bayersoien. Er ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und war Rettungssanitäter. Seine Schwerpunkte als Bürgermeisterkandidat sieht er unter anderem in der Seniorenarbeit, im Tourismus und nennt des Weiteren einen Plan zur Belebung des Steingadener Marktplatzes. „Auch die Energieversorgung mit dem Ausbau des Nahwärmenetzes ist mir ein großes Anliegen.“

Diese eine Liste hat damit zwei Kandidaten, die auch auf dem Bild von der Nominierungsversammlung augenscheinlich einträchtig nebeneinandersitzen.

Neue „Wählververeinigung Pro Steingaden“ mit eigenem Kandidat

Doch damit nicht genug: Kaum ist Maximilian Bertl offiziell nominiert worden, gibt es am heutigen Dienstag eine weitere Aufstellungsversammlung in Steingaden: Die neue „Wählervereinigung Pro Steingaden“ präsentiert dann erstmals als vierte Liste ihre Kandidaten – und dabei soll Thomas Illert als Bürgermeisterkandidat nominieren.

Der 53-Jährige ist Realschullehrer in Füssen, wo er die Fächer Mathe, Physik und IT unterrichtet. Für eine Kandidatur hat er sich entschieden, „weil mich die Belange in Steingaden interessieren“. Anpacken möchte er eigenem Bekunden zufolge das Thema Straßenverbindungen im Ort. Vor allem bei einigen Nebenstraßen herrsche Erneuerungs-Bedarf. Illert möchte des Weiteren das Thema Breitband und Internet voranbringen. Außerdem interessieren ihn verschiedene Planungen für den Ort. Thomas Illert stammt ursprünglich aus der Lüneburger Heide und lebt seit 1991 in Steingaden.

Vier Listen und vier Kandidaten machen damit auch den Wahlkampf in Steingaden spannend.

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