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Interkommunale Zusammenarbeit 

Nahversorgung ist Bürgern am wichtigsten

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Die Bürger haben ihre Wünsche geäußert, jetzt wollen die sieben Gemeinden der Interkommunalen Allianz im Pfaffenwinkel zügig Nägel mit Köpfen machen: 2019 sollen die Förderanträge für die unterschiedlichen Projekte raus.

Steingaden – Wie berichtet, stellen die Gemeinden Steingaden, Böbing, Rottenbuch, Wildsteig, Prem, Burggen und Bernbeuren einen gemeinsamen Antrag auf Städtebauförderung – sei es für die Dorferneuerung oder andere aufwändige Vorhaben in den Ortschaften, die nicht so einfach aus dem Gemeindesäckel zu bewältigen sind.

Bevor es richtig losging, wurden die Bürger befragt. Alle Haushalte wurden angeschrieben, 580 Postkarten mit 1400 Anregungen, Wünschen und Ideen kamen zurück. Xaver Wörle, Bürgermeister der federführenden Gemeinde Steingaden, ist erfreut über den guten Rücklauf: „Wir haben damit eine weitere gute Grundlage, um Projekte zu entwickeln, die allen Kommunen zu Gute kommen.“

Drei wesentliche Schwerpunktthemen haben sich im Ergebnis der Haushaltsbefragung herauskristallisiert, fasst Stefan Leuninger vom beauftragten Planungsbüro Leuninger & Michler zusammen. Die Nahversorgung der Bürger, also Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien, Metzgereien, Apotheken und Ärzte, stehen an erster Stelle der Rückantworten. Als weiteres Schwerpunktthema seien die Ortszentren mit ihrer wichtigen Treffpunkt- und Versorgungsfunktion genannt worden. Hierbei gehe es insbesondere darum, „mindergenutzte und leerstehende Immobilien wieder mit Leben zu füllen“, heißt es. Als weiteren Schwerpunktbereich haben die Planer das Verkehrsthema ausgemacht. Dazu zählen unter anderem die Reduzierung von Durchfahrtsgeschwindigkeiten in den Ortszentren sowie verbesserte Querungsmöglichkeiten und Fußwegeverbindungen.

Die Bürgermeister der sieben Kommunen wollen auf Basis der Haushaltsbefragung nun „zügig Nägel mit Köpfen machen“, teilten sie mit. Diskutiert wird demnach in der Lenkungsgruppe der Aufbau einer interkommunalen Sanierungsberatung – insbesondere, um den Immobilieneigentümern einen qualifizierten Fachberater zur Seite zu stellen. „Es geht auch darum, Eigentümer zur Sanierung der Immobilie zu motivieren und auf Fördermöglichkeiten sowie sonstige Rahmenbedingungen hinzuweisen“, erläutert Bürgermeister Xaver Wörle. Das Büro Leuninger & Michler wurde beauftragt, hierzu ein Maßnahmenpaket zu erarbeiten und mit der Regierung von Oberbayern abzustimmen.

Und wann kommt das Geld aus dem Städtebau-Förderprogramm? Grundsätzlich sei vorgesehen, das Projekt in Form von Beschlussfassungen in den politischen Gremien in allen sieben Kommunen im Herbst 2018 abzuschließen, heißt es aus dem beauftragten Büro. „Damit haben alle sieben Kommunen eine fachliche Grundlage, um für das Jahr 2019 bereits erste Förderanträge zu stellen“, stellt die Stadtplanerin Annegret Michler in Aussicht.

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