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Mit einem facettenreichen Frühjahrskonzert begeisterte die Steingadener Musikkapelle die rund 400 Besucher. Links Dirigent Georg Müller.

Frühjahrskonzert in  Steingaden

Hochklassige Blasmusik mit sehr guter Intonation

Steingaden - Von der Steingadener Musikkapelle wird nichts anderes erwartet als eine hochklassige Blasmusik. So auch am Samstagabend beim 80. Frühjahrskonzert. Ein rundum facettenreiches Konzert, das mit Märschen, Polkas, Walzer, Operetten-Ouvertüren und Stücken aus den USA auf der ganzen Linie überzeugt hat. Die 400 Besucher in der Schulturnhalle waren begeistert.

Es waren durchwegs schwierige Stücke, die Dirigent Georg Müller für dieses Konzert aus dem Notenschrank gezaubert hat und die allesamt nur mit guten Holz- und Blechbläsern gespielt werden können. Es macht einfach Spaß, diesem Orchester zu lauschen. Egal, was diese Oberstufen-Kapelle mit ihren 59 Musikern und Musikerinnen auch intoniert, die verschiedenen Klangfarben stehen dabei immer im Vordergrund. Georg Müller erwies sich in den gut zwei Stunden des Konzerts als ein stets fordernder Antreiber.

„Diese Kapelle spielt hochklassige Blasmusik mit sehr guter Intonation“, lobte Bezirksleiter Gottfried Groß. Das wurde denn auch gleich zu Beginn mit dem feierlichen „The royal Duke“ von Jeremiah Clarke deutlich. Von England mit der Ouvertüre „Wiener Frauen“ von Franz Lehar, Gründer der Operettenära, ohne Umweg direkt nach Wien. Klarinetten, Flöten, Trompeten später noch die Posaunen, die das Marschtempo zum Finale hin vorgaben.

Als Berühmtheit kündigte Moderatorin Anna Bair den Komponisten Kurt Gäble aus Lauben bei Memmingen an, der mit Lichtblicke „Rays of Hope“ Ängste, Trauer und Hoffnung in leisen und lauten Tonarten musikalisch symbolisiert. Mit dem Marsch „Dem Lenz entgegen“ von H. L. Blankenburg schickte die Kapelle die Besucher in die Pause.

Reichlich Abwechslung bot die Blaskapelle mit den 34 Musikern und den 25 Musikerinnen im zweiten Teil des Konzerts. Da war die „New York-Overture“ mit einem gregorianischen Choral und dem swingenden Trompeten-Solo, „All time favorites“ mit durchwegs bekannten Melodien und „It’s raining men“. „Es regnet dabei Männer, aber nicht irgendwelche, sondern die, die man sich wünscht“, erklärte Anna Bair.

Das Konzert klang im offiziellen Teil mit dem Marsch „Viribus Units“ von Josef Bach aus. Zugaben, schon klar bei diesem Applaus, gab es zwei. Es waren noch die Polka „Lebensträume“ und der „Marsch der Medici“.

Wiespfarrer Gottfried Fellner bezeichnete das Frühjahrskonzert als Highlight im reichen Musikleben Steingadens und der Wies. „So viele junge Musikantinnen und Musiker, da braucht man sich um eine gute Zukunft in unserm Bayernland keine Sorgen zu machen.“ Und Steingadens Bürgermeister Xaver Wörle ist einfach nur stolz darauf, solch eine hochwertige Kapelle im Dorf zu haben. Man könne das nicht hoch genug schätzen.  wk

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