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Um den Marktplatz zu beleben, sind im Zenetti-Gebäude (rechts) die Tourist-Info und eine Confiserie vorgesehen. 

Gemeinderat Steingaden

So soll der Steingadener Marktplatz belebt werden

Mit der Aktivierung des seit Sommer 2017 leer stehenden Zenetti-Ladens mit neuen Schaufenstern will die Gemeinde Steingaden den Ortskern beleben. Eine Tourist-Information mit E-Bike-Verleih, Car-Sharing und weiteren Attraktionen sowie eine Confiserie mit Fair-trade Produkten ist geplant. „Insgesamt ein Erlebnisladen für Jung und Alt“, sagt Bürgermeister Xaver Wörle.

Steingaden – Was die Kosten für dieses Projekt anbelangt, meinte Gemeindechef Wörle: „Schau mer, was sich da kostenmäßig entwickelt.“ Auf der nächsten Gemeinderatssitzung am 19. April will er dies bekannt geben.

Mann müsse schon beweglich sein bei der Überlegung, was dort eine Chance habe, meinte Wörle. Und betonte, er sei mit seinen Überlegungen auf der Sitzung des Gemeinderates jetzt erstmals an die Öffentlichkeit gegangen. Die Belebung des Marktplatzes sei ja schon länger ein Thema gewesen. Der Zenetti-Laden sei nun mal ein dominantes Gebäude im Ortskern.

Als Geschäft habe dieser Laden keine Zukunft mehr. Man wolle auch keinen Dorfladen im klassischen Sinn daraus machen. Denn eines sei doch klar: „Steingaden verfügt über eine Metzgerei und Bäckerei, den Feneberg-Markt sowie über einen Fisch- und Käsladen.“ Die Nahversorgung sei also gesichert.

Die neun Schaufenster im Zenetti bieten – so Wörle – Möglichkeiten für Ausstellungen örtlicher Künstler, Bastler, Stricker, Näher, Töpfer und für örtliche Handwerker. Zudem auch die Gelegenheit, Teile der Gemeinde darzustellen.

Das Kultur-Café mit einer kleinen, aber feinen Küche sollte Platz für 30 Besucher bieten sowie im Sommer 20 bis 25 zusätzliche Plätze außerhalb des Ladens. Dort, wo jetzt noch doch Parkplätze ausgewiesen sind. Wörle schwebt dabei auch ein wöchentliches Programm vor: Vorträge über über Reisen, Natur, Ernährung, Erziehung und Garten. Ebenso Ausstellungen heimischer Künstler wie Maler, Bildhauer oder Töpfer, dazu Seniorennachmittage. Ein tägliches Mittagessen für Senioren und Berufstätige kann sich Wörle ebenso vorstellen.

Das Ziel der gesamten Maßnahme umreißt Steingadens Bürgermeister so: Belebung des Marktplatzes, Treffpunkt für Jung und Alt, Zentrum für alternative Themen in Steingaden, interessanter Laden für Einheimische und Touristen (Geschenke und Souvenirs aus der Region) und auch Möglichkeit für Vereine, Künstler und Organisationen aus der Umgebung, sich in der Öffentlichkeit darzustellen.

Bei einer Haushaltsbefragung wollte die Gemeinde wissen: „Welche Dinge würden Sie in den nächsten fünf Jahren starten, um ihren Lebensort Steingaden noch attraktiver zu gestalten?“ Von den 149 eingegangenen Antworten entfielen 35 auf Ausbau der Nahversorgungsstrukturen, 25 plädierten für die Stärkung der Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes, 30 wünschten sich die Sanierung bzw. Renovierung leerstehender Gebäude, die restlichen Antworten entfielen auf eine Stärkung des gewerblichen Bereiches und gastronomischen Angebotes sowie auf die Ansiedlung von Einzelhandelsbetrieben.

In der anschließenden Diskussion auf der Gemeinderatssitzung lobte Brigitte Graf den Bürgermeister „für die tollen Gedanken“. Diese würden Leute auf den Marktplatz bringen. Christian Breidenbach meinte, das Angedachte sei gut, wichtig und richtig.

Walter Kindlmann

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