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Das Freilichttheater „Die Anstifter“ bekommt von den Zuschauern durchwegs positive Bewertungen.

Halbzeitbilanz beim Steingadener Freilichttheater

Zufriedene „Anstifter“ – mit Luft nach oben

Halbzeit beim Freilichttheater im Fohlenhof in Steingaden: Mit durchschnittlich zwei Drittel der Belegung der 650 Plätze „sind wir zufrieden – mit Luft nach oben“, sagt Produzent Werner Böglmüller.

Steingaden – Zur jüngsten Aufführung von „Die Anstifter“ sind rund 500 Zuschauer nach Steingaden gekommen. Die Entscheidung falle in dieser Saison bei den Besuchern eher spontan, rund 80 Prozent der Karten werden jeweils an der Abendkasse gekauft.

Durchweg positiv sei die Resonanz der Zuschauer auf das Stück gewesen, einige habe es zum Nachdenken gebracht. Denn bei „Die Anstifter“ gehe es eben nicht nur um eine katholische Heiligengeschichte per se, sondern um die Umsetzung, Geschichte und Neuzeit auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Man habe versucht, „allen Elementen gerecht zu werden“, sagt Böglmüller.

Die Darsteller freuten sich jedes Mal, wenn sie auf die Bühne dürften, „jeder hat’s drauf, und es herrscht jedes Mal eine super Stimmung“. Bislang gab es keine krankheitsbedingten Ausfälle, es gebe ohnehin keine Zweitbesetzungen, so der Produzent. Einzige Ausnahme ist die Rolle des Grafen von Cappenberg, die Regisseur Karl Müller-Hindelang ebenfalls auswendig gelernt hat und notfalls einspringen kann. Sollte dies der Fall sein, geschieht das jedoch aus einem erfreulichen Grund: Die Frau von Cappenberg-Darsteller Johannes Klein erwartet dieser Tage ihr zweites Kind.

Auch mit dem Wetter hatten die Steingadener bislang Glück, nur bei einer der Vorstellungen seien einige wenige Regentropfen gefallen. Vielleicht, so Böglmüller schmunzelnd, liege es ja auch am „Maria-Hilf-Bier“, das diesmal in den Pausen verkauft wird. Beim Stück „Welfs Erbe“ im Jahr 2003 hatte man seinerzeit auf den „Welfentrunk“ gesetzt.

Das Halbdunkle stammt aus einer Privatbrauerei aus Speiden im Allgäu in der Nähe von Pfronten. Den Ausschank sowie den Pausenverkauf von belegten Semmeln und Fairtradeschokolade stemmen ehrenamtlich die Mitglieder des Ski-Clubs Lauterbach unter Leitung des Vorsitzenden Hans Eirenschmalz. Der gesamte Erlös des Verkaufs geht in die Kulturgemeinschaftskasse. Eine Überdachung der Zuschauerränge habe man zwar überlegt, diese sei jedoch „mit rund 100 000 Euro unbezahlbar“, so Böglmüller.

Weitere Spieltermine sind am Donnerstag, Freitag und Samstag, 27./28./29. Juli, um 20.30 Uhr im Fohlenhof.

Myrjam C. Trunk

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