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„Wasser marsch“: Die vielen Zuschauer waren in Urspring von der Spritzleistung der Feuerwehrler (in historischen Uniformen) begeistert.

Historische Feuerwehrübung

Löscheinsatz wie anno dazumal

Mit ihren historischen Löschgeräten sind die Feuerwehren aus Urspring, Steingaden, Lauterbach und Prem einem „Wohnungsbrand“ in Ursprings Dorfmitte zu Leibe gerückt. Etliche hundert Zuschauer waren begeistert davon, wie rasch die Wehren mit ihren teils 80 Jahre alten Pumpen für Löschwasser zum Spritzen sorgten.

Urspring – Pünktlich zu Beginn der Übung rauschten die Feuerwehrmänner mit ihren historischen Löschfahrzeugen in den abgesperrten Bereich mit dem in Rauch gehüllten Häuschen ein. Johann Weber (Urspring) bespielweise hatte mit seinem zwölf PS starken Fendt Bulldog aus dem Jahr 1953 die Wehr aus Urspring mit 1200 Liter Löschwasser versorgt.

Weber indes war nur einer der Wasserträger vor Ort. Ruhig und sachlich kamen die Kommandos der vier Kommandanten Christoph Geisenberger (Urspring), Stefan Müller (Steingaden), Hugo Kleber (Prem) und Tobias Lutz (Lauterbach).

Im Nu war die Wasserversorgung aufgebaut. Eine der Tragkraftspritzen war übrigens aus dem Jahr 1943 mit einer Leistung von 800 Liter pro Minute. „Wasser Marsch“ riefen die Mannen an den Rohren und rückten dem „Brand“ zu Leibe.

Beeindruckend war übrigens die per Handkurbel auszufahrende 11,5 Meter hohe Drehleiter der Premer Feuerwehr, von der aus die beiden Floriansjünger Günter Martin und Florian Bollenrieder den „Brand“ bekämpften.

Sich vor besonderer Kulisse präsentiert

„Eine schöne Veranstaltung die zeigt, dass es früher auch nicht leichter war, Feuerwehrler zu sein,“ sagte der Weilheim-Schongauer Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta. Für alle vier Wehren sei es schön, sich vor einer solchen Kulisse darstellen zu können.

Kreisbrandinspektor Ludwig Fernsemmer meinte, es sei schon gewaltig zu sehen, was früher die Wehren mit ihrer bescheidenen Ausstattung geleistet hätten.

Steingadens Bürgermeister Xaver Wörle war unter den vielen Zuschauern. Humorig meinte er, man könne angesichts der schönen Uniformen, der goldenen Helme und der alten, aber immer noch gut funktionierenden Ausstattung die Haushaltsmittel zumindest für die drei beteiligten Steingadener Feuerwehren „ordentlich zurückfahren.“

Walter Kindlmann

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