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Für ihre Projekte rund um das Welfenmünster hat die Gemeinde Steingaden in der Vergangenheit bereits Fördergelder eingesammelt. 

Interkommunale Zusammenarbeit 

Jetzt haben die Bürger das Wort

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Jetzt sind die Bürger gefragt: Im Rahmen ihres interkommunalen Entwicklungskonzepts wollen die Gemeinden Steingaden, Böbing, Rottenbuch, Wildsteig, Prem, Burggen und Bernbeuren wissen, wie sich ihre Einwohner die Ortsentwicklung vorstellen. Bis Ende Januar können sie Anregungen geben.

Steingaden – „Welche drei Dinge würden Sie in den nächsten fünf Jahren starten, um Ihren Lebensort noch attraktiver zu gestalten?“, lautet die konkrete Frage, die die Bürger der sieben Gemeinden gestellt bekommen haben. Steingadens Rathauschef Xaver Wörle freut sich schon jetzt über einen beachtlichen Rücklauf der Postkarten. Die ersten 30 hat er schon mal in Augenschein genommen. In erster Linie werde in Steingaden eine Belebung des Marktplatzes gewünscht, verrät Wörle, der darüber nicht verwundert ist. Das geschlossene Geschäft am Marktplatz und seine neun leeren Schaufenster seien „nicht unbedingt ein Aushängeschild für die Gemeinde“, findet auch er. Weitere Wünsche der Steingadener sind unter anderem eine Fahrradverbindung nach Lauterbach entlang der B 17, Tempo-30-Zonen im Ort und ein ordentlicheres Straßenbild beim Postwirt, berichtet der Bürgermeister.

Die Fragen werden nun in allen Gemeinden weiter gesammelt und nach der Aktion ausgewertet. „Es ist für die Qualität der Ergebnisse sehr wichtig, dass wir die Bürgerinnen und Bürger frühzeit in das interkommunale Entwicklungskonzept einbinden“, betont Rathauschef Wörle, dessen Gemeinde bekanntlich die Federführung bei dem Projekt der sieben Kommunen übernommen hat. In Zusammenarbeit mit der Regierung von Oberbayern und dem beauftragten Planungsbüro Leuninger & Michler aus Kaufbeuren wird an dem Entwicklungskonzept gearbeitet , das die Grundlage für Zuschüsse aus dem Städtebauförderprogramm ist. Kleinere Städte und Gemeinden können sich darin zusammenschließen und für ihre Projekte Bundesmittel beantragen.

Steingaden ist nicht nur die größte Gemeinde in dem neu gebildeten Netzwerk im Altlandkreis, sie hat auch schon jede Menge Erfahrung mit der Städtebauförderung. Seit rund 20 Jahren bekommt sie nach Auskunft des Bürgermeisters Mittel aus dem Topf. Fohlenhof, Marktplatz, das gesamte Umfeld des Welfenmünsters: Für alle Projekte gab es Wörles Worten nach bereits Zuschüsse. Insgesamt seien es bis jetzt zwei bis zweieinhalb Millionen Euro gewesen, blickt der Rathauschef zurück.

Wie viel Geld Steingaden, Böbing, Rottenbuch, Wildsteig, Prem, Burggen und Bernbeuren in den nächsten Jahren aus dem aktuellen Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm herauskitzeln können, kann Wörle zurzeit noch nicht abschätzen. Fest steht aber, dass die Gemeinden zunächst etwas investieren müssen. Wie berichtet, wird die laufende „überörtliche Gebietsbetrachtung“ rund 100 000 Euro kosten. Wahrscheinlich müssen die Kommunen davon aber nur die Hälfte tragen, es wird mit Zuschüssen von 50 bis 60 Prozent gerechnet. Den Rest zahlen die Gemeinden anteilig ihrer Einwohner, erläutert Wörle.

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