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Schongauer Doppelsieg: In der Klasse Aktiv II gewann Johanna Ressle (Mitte) vor Regina Ressle (l.) und Anna Knappich aus Hohenpeißenberg.

Preisplatteln Lechgau

Schongauer räumen beim Preisplatteln ab

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Die Steingadener Trachtler haben beim Preisplatteln des Lechgaus bereits zum dritten Mal in Folge die Gruppenwertung gewonnen, doch insgesamt stachen die Schongauer Trachtler hervor - in mehrerer Hinsicht.

Steingaden Das Wertungsplatteln des Lechgaues ist ein Höhepunkt im Trachtenjahr. Die Plattler und Dreherinnen üben intensiv auf die alljährliche Meisterschaft hin. Heuer fanden sich 169 Einzelteilnehmer und 21 Gruppen in Steingaden ein, um sich den Wertungsrichtern zu stellen.

In der Klasse Aktiv I gewann Regina Kassebaum, (Schongau) als beste Dreherinn vor Magdalena Geiger (Apfeldorf) und Sabrina Altmann (Steingaden). Bester Plattler in der gleichen Klasse wurde Franz Dietrich aus Schongau vor Franz Multerer (Peiting) und Andreas Nöß (Steingaden).

In der Klasse Aktiv II gab es bei den Dreherinnen einen Schongauer Doppelsieg. Johanna Ressle wurde Erste vor ihrer Schwester Regina. Den dritten Platz erkämpfte sich Anna Knappich aus Hohenpeißenberg. Bei den Plattlern gewann Martin Schelle aus Peiting vor Matthias Strauß (Steingaden) und Ferdinand Kopp (Burggen).

Haben gut lachen: Die Seriensieger vom Trachtenverein Almfrieden Steingaden siegten das dritte mal in Folge die Gruppenwertung und dürfen den Wanderpokal behalten.

In der Altersklasse setzte sich Robert Haugg aus Westendorf vor Christian Kölbl (Reichling) und Hans Benedikt (Böbing) durch. Und in der Ehrenklasse gewann Toni Nöß (Steingaden) vor Michael Fleschhut (Westendorf) und Wilhelm Echtler (Hofstetten). Beim Gruppenplatteln setzte sich der Gastgebende Verein aus Steingaden durch und gewann den Wanderpokal zum dritten Mal. Sie dürfen ihn somit behalten. Den zweiten Platz erkämpfte sich die Plattlergruppe aus Rottenbuch, dritter wurde Peiting.

Ein großes Dankeschön richteten die Veranstalter an die drei Musiker Sebastian Erhard, Ferdinand Kopp und Andreas Nöß. Sie spielten den ganzen Tag die Plattlermelodien für die Wettkämpfer. 

Über den Erfolg des Schongauer Trachtenvereins Schloßbergler mit drei von vier möglichen Siegen in den Aktiven-Klassen sprachen wir mit Vorplattler Florian Igl.

Interview mit Florian Igl

Herr Igl, Gratulation zum Erfolg. Hat es so etwas schon einmal gegeben? 

Ich wüsste nicht und denke, dass das bisher einmalig in der Schloßbergler-Geschichte ist. Wir sind sehr zufrieden und glücklich. 

Weil es oft heißt, die Städter können es nicht? 

(grinst) Ja, das ist schon eine gewisse Genugtuung. 

Aus Schongauer Sicht gab es noch eine Besonderheit, nämlich dass die zweite Plattlergruppe, die sich intern Losergruppe nennt und nur sporadisch trainiert, auf Platz sechs gelandet ist, einen Platz vor der ersten Gruppe.

Florian Igl

 Ja, das gab es auch noch nie. Da sind viele Mitglieder beim Studieren, die können nicht mehr regelmäßig in die Plattlerprobe kommen. Dementsprechend groß war der Jubel bei der zweiten Gruppe. Gefeiert haben wir aber natürlich alle zusammen. 

In welcher Gruppe waren Sie? 

(lacht) In der ersten. Wie genau das passieren konnte, wissen wir selber noch nicht genau. Aber es war ja knapp, nur ein Punkt lag dazwischen.

Das Gespräch führte Boris Forstner

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