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Sitzung: Die Mitglieder des Lenkungsausschusses der Lokalen Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel.

Lokale Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel

Wegbeschilderung und Naturtourismus sind neue Projekte

Wanderwegbeschilderung der Ammergauer Alpen und das Naturtourismuskonzept an der Ammer: Allen beiden Vorhaben hat der Lenkungsausschuss der Lokalen Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel (LAG-AL-P) zugestimmt. Es handelt sich um Leader-Projekte, die mit bis zu 80 Prozent gefördert werden.

Langau – Im Lenkungsausschuss der Aktionsgruppe sind Bürgermeister sowie Wirtschafts- und Sozialpartner vertreten. Vorsitzender ist Altenstadts Bürgermeister Albert Hadersbeck. Es war ein umfassendes Programm mit unterschiedlichen Referenten beim jüngsten Treffen in der Erholungsstätte Langau.

Florian Hoffrohne war einer davon. Er stellte das Konzept der Wanderwegebeschilderung in den Ammergauer Alpen vor. Das geplante Wegenetz wird gezielt in unterschiedliche Schwierigkeitsstufen eingeteilt, woraus ersichtlich ist, welcher Weg für wen geeignet ist. Beispielsweise rollstuhlgerecht, familienfreundlich oder mit dem Kinderwagen befahrbar.

Bei der Beschilderung wird zudem auf eine deutliche Lesbarkeit und internationale Beschilderungsstandards geachtet. Insgesamt soll mit diesem Projekt die Qualitätslücke in der Wanderbeschilderung zwischen Allgäu, Pfaffenwinkel und Karwendel geschlossen und an das bereits durchgeführte Leader-Projekt in der Nachbar-Aktionsgruppe angedockt werden. Wie Hoffrohne erläuterte, werde somit auch eine sinnvolle Vernetzung mit der in der LAG AL-P bestehende Wanderwegebeschilderung erreicht.

Das geplante Wegenetz zieht sich über die gesamte Region der Ammergauer Alpen und verbindet alle Gemeinden miteinander. Die Gesamtkosten dafür betragen 198 800 Euro. Über die Leader-Förderung erhofft man sich eine Förderung in Höhe von 139 200 Euro. Die Ammergauer Alpen GmbH steuert 52 100 Euro bei, die Gemeinde Bad Bayersoien 7500 Euro. Die restlichen 17 500 Euro muss die Aktionsgruppe aus ihrem Budget stemmen.

Das Naturtourismuskonzept an der Ammer hat Susanne Lengger vom Tourismusverband Pfaffenwinkel vorgestellt und die Ziele klar umrissen: Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung, um die sensiblen Bereiche und Arten in Flora und Fauna zu schonen. Des weiteren sollen die Identifikation der lokalen Bevölkerung mit der Ammer, die Etablierung des Flusses als Wildfluss in der Wahrnehmung von Freizeitnutzern mit allen dazugehörenden Möglichkeiten und Einschränkungen sowie eine moderne Besucherlenkung und ein Naturerlebnis erreicht werden.

„Natur unterstützen, sehen und verstehen – und vor allem die Ammer als Wildfluss in den Fokus rücken: Das ist das Ziel dieses Projektes“, so Lengger. „Es soll auch für den Naturschutz begeistern.“ Kostenpunkt: rund 25 000 Euro. Über Leader erhofft sich die LAG-AL-P einen Zuschuss von 17 400 Euro, der Tourismusverband und Projektpartner steuern je 6116 Euro bei.

Geschlossen hat die LAG-AL-P beiden Vorhaben zugestimmt. Für den Sachstandsbericht des Lenkungsausschusses der Aktionsgruppe waren Elisabeth Gutmann und Kirsten Hosse zuständig.

Walter Kindlmann

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