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Bei der Generalversammlung der Raiffeisenbank Steingaden wurden auch zahlreiche Mitglieder für 50-jährige Treue geehrt: Von links der Vorstandsvorsitzende Ludwig Bergbauer, Johann Lang, Aufsichtsratsvorsitzender Josef Taffertshofer, Wilhelm Riedel, Alfred Böhm, Helmut Richter, Matthias Burkhart, Berta Alletsee, Josef Schweiger, Otto Christa und Vorstand Anton Weiß.

Raiffeisenbank Steingaden

Bilanzsumme bei 274 Millionen Euro

Eine zufriedenstellende Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres hat jetzt die Raiffeisenbank Steingaden gezogen – und langjährige Mitglieder ausgezeichnet.

Steingaden – „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“: Dieses Motto des genossenschaftlichen Gründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen hat Ludwig Bergbauer, der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Steingaden, bei der Generalversammlung in der Lechhalle in Lechbruck in den Vordergrund gestellt.

Dabei erinnerte er auch an dessen 200. Geburtstag: „Es ist beachtlich, wie alt Raiffeisens Idee bereits ist – und wie stark und lebendig sie bis heute geblieben ist. Manchmal ist es eben richtig, sich auf Bewährtes zu besinnen. Wie sehr, das hat unter anderem die Finanzkrise gezeigt, deren fragwürdiges Jubiläum – wenn auch erst das Zehnjährige – wir dieses Jahr ebenfalls ,feiern’“, so Bergbauer.

Die drei Prinzipien des Genossenschaftsgründers – Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung – besäßen bis heute ihre Gültigkeit. „So gibt es heute in Deutschland nicht weniger als 8000 Genossenschaften und genossenschaftliche Unternehmen mit 22 Millionen Mitgliedern. Damit ist mehr als jeder vierte Deutsche Mitglied einer oder mehrerer Genossenschaften. Weltweit sind gar mehr als eine Milliarde Menschen Mitglied einer Genossenschaft“, so Bergbauer.

Während andere Banken ihre Geschäfte mehr und mehr zentralisieren und sich aus der Fläche zurückziehen, setze die Raiffeisenbank Steingaden laut Bergbauer auf die Präsenz vor Ort. Dies werde durch eine feste Verwurzelung in der Region und eine persönliche Beziehung zu Mitgliedern und Kunden in den Bankfilialen ermöglicht. Als „ganzheitlich, partnerschaftlich, offen und verständlich“ beschrieb der Vorstandsvorsitzende die Beratung der Kunden durch seine Berater.

In Bezug auf die Bilanzzahlen war 2017 ein gutes Jahr für die Raiffeisenbank Steingaden: Die Bank zählt derzeit 6277 Mitglieder. Insgesamt haben die Eigentümer 20 090 Anteile gezeichnet und sechs Millionen Euro Geschäftsguthaben angelegt. 70 Mitarbeiter – davon zwei Auszubildende – betreuen in den sieben Geschäftsstellen und zwei Lagerhäusern rund 12 000 Kunden und insgesamt 25 000 Konten und 2,1 Millionen Buchungsposten.

Insgesamt 22 350 Euro konnte die Bank im vergangenen Jahr an ihre Gemeinden und Vereine spenden. „Wir konnten im Kredit- und Einlagengeschäft einen schönen Zuwachs erreichen, der Jahresüberschuss ermöglicht eine vernünftige Eigenkapitalaufstockung sowie eine attraktive Dividendenausschüttung“, resümiert Bergbauer.

Die Bilanzsumme ist zum Stichtag 31. Dezember 2017 um 8,4 Prozent auf 274 Millionen Euro gestiegen. „Die größte Position, nämlich 164 Millionen Euro, sind natürlich die an unsere Kunden ausgeliehenen Gelder“, so Bergbauer. Das Kreditgeschäft konnte die Bank um 19 Millionen Euro (13,1 Prozent) ausbauen. Zum Vergleich: Sowohl im bayerischen Verbandsgebiet als auch bundesweit betrug die Steigerung nur 5,8 Prozent. „Wir liegen also ganz deutlich über der allgemeinen Entwicklung“, bedankte sich Bergbauer bei Kunden und Mitarbeitern.

Das betreute Vermögen der Kunden beträgt 339 Millionen Euro, das sind 6,5 Prozent mehr als im Geschäftsjahr davor. Der Landesdurchschnitt liegt hier bei 5,3 Prozent: „Wir werden auch in den nächsten Jahren ihr verlässlicher Partner vor Ort sein“, trotzte der Vorstand der Zentralisierung und den allgemeinen Schließungen kleinerer Filialen.

Ein wichtiges Ereignis im vergangenen Jahr war nach 15-monatiger Bauzeit die Einweihung des neuen Lagerhauses im Gewerbegebiet Steingaden. Vor drei Monaten konnte mit dem Abriss des alten Lagerhauses und dem Neubau von Büroräumen im Ortskern begonnen werden.

von Gwendolin Sieber

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