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Die Tage des Lagerhauses sind gezählt. Es soll einem Anbau mit weiteren Büros weichen. 

Raiffeisenbank Steingaden

Gemeinderat genehmigt Anbau

Mit einem Anbau an die bestehende Raiffeisenbank in der Füssener Straße in Steingaden will die Bank weitere Büroräume schaffen. Dazu wird der hintere Teil des Gebäudes, das bisherige Lagerhaus, abgerissen und im rechten Winkel zum Neuhauser Bach hin mit einem Anbau erweitert. Kosten: rund 2,7 Millionen Euro.

Steingaden – Für die Raiffeisenbank Steingaden gibt es mehrere Gründe, neue Büroräume zu schaffen. Anton Weiß von der Geschäftsleitung begründete den zusätzlichen Bedarf damit, dass das Kundengeschäft mit Firmen stark zugenommen habe. Zudem sei das Angebot von Versicherungen größer und besser geworden, weswegen mehr Versicherungsverträge abgeschlossen würden. Schließlich besteht mehr Platzbedarf seit nach der Fusion mit Rottenbuch und Wildsteig die dortigen Kreditabteilungen in die Hauptstelle nach Steingaden ausgelagert worden sind. Damit stieg auch die Zahl der Arbeitsplätze in der Hauptstelle von 20 auf etwa 30.

Noch vor der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend hatte sich der Bauausschuss des Gemeinderates vor Ort ein Bild von den geplanten Baumaßnahmen bei der Raiffeisenbank gemacht. Offene Fragen seien dabei ausgeräumt worden, sagte Bürgermeister Xaver Wörle. Der Betriebshof soll frei gestaltet und nur noch als Parkplatz für Betriebsangehörige genutzt werden. Die Ein- und Ausfahrt auf das Betriebsgelände wird so verschoben, dass die Sicht auf die B 17 frei bleibt. Die gesetzlich vorgeschriebene Abstandsfläche, bei der der Abstand bis zur Straßenmitte zählt, kann bei der vorgesehenen Bebauung nicht eingehalten werden. Die gemeinsam gefundene Lösung sieht vor, dass zwischen dem Neubau der Raiffeisenbank und der Graf-Dürckheim-Straße ein Fußweg gebaut wird. Also auf dem Grund der Raiffeisenbank.

Gemeinderätin Brigitte Graf ist nicht so glücklich mit dieser Lösung. Auf die Zusage der Raiffeisenbank möchte sie sich nicht verlassen. Dabei erinnerte sie an die ursprünglich zugesagte Holzummantelung des neuen Lagerhauses draußen im Gewerbegebiet. „Es sieht nicht so aus als ob dies noch gemacht wird.“ Graf plädierte dafür, dass der Gehweg entlang der Raiffeisenbank festgeschrieben wird. Gemeinderätin Roberta Leimbach hingegen meinte: „Eine gewisse Vertrauensbasis sollte da sein.“ Sie finde die Planung rundum schlüssig. Dass das Wort des Vorstandes und des Bauausschusses Gewicht habe, findet Xaver Wörle. Georg Krönauer, Leiter der Verwaltungsgemeinschaft, schlug vor, dass der Gehweg im Bauantrag festgeschrieben wird. Diese Dienstbarkeit müsse eben mit der Bank noch vereinbart werden. Das hält auch Gemeinderat Christian Breidenbach für notwendig. „In einem Jahr könnte eine mündlich getroffene Vereinbarung vergessen sein.“ Das Gremium einigte sich schließlich darauf, dass die Abstandsflächen freigegeben aber mit einer beschränkten Dienstbarkeit verbunden werden. Abgesichert mit der Widmung des Fußweges. Der Zeitplan der Raiffeisenbank sieht vor, dass im Jahr 2018 das Bauvorhaben abgeschlossen wird. Geschlossen hat der Gemeinderat dem Bauantrag zugestimmt.

Walter Kindlmann

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