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So sieht der geplante Erweiterungsbau der Berg rettungswache Steingaden-Peiting aus.

Steigende Anforderungen an den Stützpunkt

Bergrettungswache in Steingaden wird erweitert - für 180.000 Euro

In den vergangenen sieben Jahren, seitdem die Bergrettungswache Steingaden besteht, hat sich diese bei diversen Einsätzen mehr als bewährt. Allerdings sind die Anforderungen an einen derartigen Stützpunkt inzwischen stark gestiegen, so dass eine Erweiterung unumgänglich ist. Die Kosten für das geplante Bauvorhaben werden auf rund 180 000 Euro geschätzt.

Steingaden/Peiting – Die Notwendigkeit der Erweiterung der Bergrettungswache in Steingaden hat Bereitschaftsleiter Sepp Schleich junior bei der Jahreshauptversammlung der Bergwacht noch einmal unterstrichen. Anfänglich wurde das Depot nur als Garage für das Rettungsfahrzeug und als Materialdepot genutzt. In den letzten Jahren hat sich nach Auskunft von_Schleich der Umfang an Rettungsmaterial deutlich erhöht. „Dabei umfasst unsere Ausrüstung unter anderem Gebirgstragen, Luftrettungssäcke mit Vakuummatratze, Akja zur Pistenrettung, diverse Funkausrüstung, Dyneema-Seilausrüstung, Notarztrucksäcke, Sanitätsrucksäcke, Schaufeltrage, Baumbergegerät, Ausrüstung zur Lawinenrettung, Luftrettungssets sowie diverse Sicherungstechnik“, zählte der Bereitschaftsleiter auf. Die Ausrüstung müsse teil-weise in mehrfacher Ausführung vorgehalten werden und jederzeit einsatzbereit sein.

„Weil unsere Bergrettungswache über keine Heizung verfügt, muss sämtliches medizinische Material, die Handfunkgeräte sowie alle weiteren elektrischen Geräte im Winter in das Feuerwehrhaus Steingaden ausgelagert werden, und dadurch erhöht sich unsere Ausrückzeit im Winter entsprechend“, unterstreicht Schleich die Notwendigkeit der Erweiterung der Rettungswache.

Die Anzahl der Fahrzeuge ist in der Zwischenzeit ebenfalls angestiegen. „Aktuell verfügen wir über ein Rettungsfahrzeug, ein Mannschaftsfahrzeug, ein Einsatzleitfahrzeug sowie ein All-Terrain-Vehicle. Für diese Fahrzeuge bietet unsere Garage zu wenig Stellflächen“, ergänzt Schleich.

Hinzu kommt: Das Einsatzgebiet in den Landkreisen Weilheim-Schongau sowie Ostallgäu macht es notwen-dig, mit zwei Integrierten Leitstellen zusammenzuarbeiten. „Der von uns gestellte Einsatzleiter muss als Schnittstelle zwischen der Leitstelle Oberland und der Leitstelle Allgäu fungieren“, klärt Schleich auf. Aktuell stehe hierfür nur eine kleine Schreibtischnische in der Garage zur Verfügung, die von einer modernen Einsatzzentrale weit entfernt sei. Auch bei Einsätzen mit hohem Koordinierungsaufwand wie beispielsweise einer Vermisstensuche wäre ein Schreibtisch mit PC und Telefon dringend erforderlich. Da der Verwaltungsaufwand innerhalb der Bergwacht Bayern in den letzten Jahren stark angestiegen sei, wäre eine Räumlichkeit mit zentraler Ordnerablage überaus hilfreich.

Die Planung des Gebäudes sowie die Bauleitung soll in Eigenregie erfolgen, um Kosten zu sparen. Im Gebäude mit einer Grundfläche von 11 auf 16 Metern finden sich ein Stellplatz für das Bergrettungsfahrzeug, das All-Terrain-Vehicle sowie ein weiterer für den Anhänger. In die Garage integriert ist ein Lager mit rund 17 Quadratmetern, das genügend Platz für sämtliche Ausrüstung bietet. Der Aufenthaltsraum kann für Ausbildungszwecke genutzt werden. Darin ist zudem eine kleine Küchenzeile eingeplant, um eine Versorgung der Mannschaft bei langwierigen Einsätzen sicherzustellen.

Die Einsatzleitzentrale mit zwei Arbeitsplätzen bietet auch bei komplexen Einsätzen mit hohem Koordinierungsaufwand ausreichend Platz. Im Nebenraum befindet sich ein Technikraum für Heizung, Strom und Serverschrank. Außerdem werden zwei Toiletten im Gebäude eingeplant.

Der Freistaat Bayern unterstützt die Bergwacht großzügig mit Fahrzeugen und Rettungsmaterial. Die Einsatzbekleidung für alle aktiven Einsatzkräfte muss jedoch jede Bereitschaft selbst finanzieren. Für die eigene Ausrüstung wie Gurt, Helm und Bergschuhe kommt jeder Bergwachtler sogar selbst auf.

Auf Spenden angewiesen

„Die finanziellen Mittel für die Erweiterung der Bergrettungswache Steingaden müssen von unserer Bereitschaft selbst aufgebracht werden, es stehen keine staatlichen Zuschusse zur Verfügung“, gibt Schleich zu verstehen. Um die Kosten hierfür möglichst gering zu halten, möchten die Bergwachtler viel Eigenleistung bei Planung und Bau der Bergrettungswache einbringen. „Da wir die geschätzte Gesamtsumme von etwa 180000 Euro unmöglich selbst erwirtschaften können, sind wir auf Spenden angewiesen“, so der Hinweis von Schleich. Der Unterhalt der neuen Bergrettungswache müsse wiederum über zusätzliche Förderbeiträge finanziert werden, um nicht an anderen Stellen, wie der Ausbildung, sparen zu müssen.

von Michael Gretschmann

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