Bernhard Hollerbach könnte sich eine Kandidatur für die Unabhängigen vorstellen.

Im nächsten Jahr

Bürgermeisterwahl in Steingaden: Diese zwei Kandidaten wollen Wörle beerben

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Hatte man sich in Steingaden, was einen Nachfolger von Xaver Wörle anbelangt, bisher (offiziell) in Schweigen gehüllt, so haben sich am Dienstagabend gleich zwei mögliche Bürgermeisterkandidaten ins Gespräch gebracht. Der eine erstmals offiziell. Der andere als stiller Beobachter der Gemeinderatssitzung.

Steingaden – Xaver Wörle geht nach 24 Jahren als Rathauschef in den wohlverdienten Ruhestand. Lange hatte es in Steingaden keinen Interessenten für das Amt gegeben, das am 1. Mai nach der Kommunalwahl neu besetzt werden muss.

Hinter vorgehaltener Hand hatte man in Steingaden freilich vielleicht an der ein oder anderen Ecke schon darüber getuschelt: Gemeinderat Bernhard Hollerbach von den Unabhängigen könnte sich eventuell und vielleicht eine Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Steingaden vorstellen. Bei der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend warf der Urspringer dann erstmals ganz offiziell seinen Hut in den Ring.

Bei der Abstimmung, unter welchen Konditionen der neue Bürgermeister ab dem kommenden Jahr in der Gemeinde arbeiten wird – weiter als Ehrenamtlicher oder als Hauptamtlicher, gab’s von Hollerbach dieses Statement: „Ich würde schon kandidieren. Aber das geht ehrenamtlich nicht. Nur hauptamtlich.“

Max Bertl will für die CSU kandidieren. Mit ihm ein weiterer Interessent.

Kurz und knapp, aber trotzdem ein Statement für sich. Ein Statement, das Max Bertl bei der Sitzung aus den Zuschauerreihen mit Interesse verfolgt haben dürfte. Im April 2015 hatte der Peitinger dafür gesorgt, dass der CSU-Ortsverband Steingaden weiter unter eigenständiger Leitung bleiben konnte. Bertl – damals gerademal 22 Jahre alt – übernahm den Vorsitz. Dass er heute auch bereit wäre in Steingaden das Amt des Bürgermeisters zu übernehmen, das pfeifen in Steingaden längst die Spatzen von den Dächern.

Angesprochen auf seine mögliche Bürgermeister-Kandidatur für die CSU verweist Max Bertl (26) auf einen Vorstellungsabend des CSU-Ortsverbandes, bei dem er sich bereits den Mitgliedern und dem Gemeinderat präsentiert hätte. „Wir haben am kommenden Dienstag Sitzung. Da werden wir entscheiden, ob der Ortsverband jemand ins Rennen schickt als Bürgermeisterkandidat. Aber natürlich: Wenn jemand da ist, werden wir das sicherlich tun. Dafür ist die Demokratie ja da.“

Apropos „jemand“: Tatsächlich gibt es in Steingaden im Dunstkreis der CSU noch einen, der mit dem Amt des Bürgermeisters liebäugeln würde: Ein 55-Jähriger aus Dietmannsried. Der sei dem Ort seit mehr als 30 Jahren durch regelmäßige Besuche des Marie-Eberth-Hauses sehr verbunden, erklärt der amtierende Rathauschef Xaver Wörle gestern auf Anfrage der Schongauer Nachrichten. Gesichtet worden ist der Mann aus dem zirka 60 Kilometer entfernten Ort hinter Kempten bei der Sitzung, in der es um die künftige Besoldung des Bürgermeister ging, allerdings nicht.

Bleibt abzuwarten, wann und ob er die Deckung verlässt. Fest steht: „Es tut sich was in Steingaden“, freut sich Xaver Wörle, der auf jeden Fall einen Nachfolger gefunden zu haben scheint. Und das, „obwohl es lange so ausgeschaut hat, als ob sich keiner für mein Amt bereitstellen würde.“

Das Kandidatenkarussell dreht sich also. Gewissheit für den Wähler gibt es erst nach den offiziellen Aufstellungsversammlungen, wie sie in der kommenden Woche beim CSU-Ortsverband über die Bühne geht.


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