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Die Litzauer Schleife ist ein schönes Ausflugsziel. Doch der Fluss ist nicht zu unterschätzen. 

Achtung: Hier herrscht Lebensgefahr

Mädchen kentern in Lech-Kurve - dramatische Rettungsaktion - Behörde reagiert mit Verbot für alle

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Die Litzauer Schleife am Lech ist beliebt - und lebensgefährlich. Zwei Mädchen gerieten mit ihrer Luftmatratze in eine gefährliche Falle - und kamen gerade so mit dem Leben davon. Das Landratsamt reagiert.

 

Steingaden - Das Risiko, dass weitere Menschen bei der Bootsfahrt auf der Litzauer Schleife zu Schaden kommen könnten, war dem Landratsamt nach dem jüngsten Unfall zu groß. 

Am Mittwochnachmittag, teilte die Behörde mit, dass das Befahren des Lechs in diesem Abschnitt von der Einstiegsstelle bei Dessau bis zur Ausstiegsstelle bei Niederwies ab sofort verboten sei.

Zuvor hatten sich Vertreter des Landratsamts, des Wasserwirtschaftsamts Weilheim sowie der Kreisbrandinspektion Weilheim-Schongau ein Bild von der Unglücksstelle bei Flusskilometer 135 gemacht. 

Die Erkenntnis deckte sich mit jenen der Wasserwacht: Durch die im Hauptstrom des Lechs liegenden Bäume sei eine natürliche Gefahrenstelle entstanden, teilte die Behörde mit. 

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Behörde: In Litzauer Schleife herrscht Lebensgefahr

Dadurch bestehe für Bootsfahrer Lebensgefahr, da die Wasserfahrzeuge durch den Strömungsverlauf in die im Gewässer liegenden Bäume gedrückt würden und die Gefahr des Kenterns bestehe. Erschwerend hinzu komme, so die Einschätzung der Fachleute, dass es durch den momentanen Wasserstand schwierig sei, den Bereich zu umfahren. 

„Durch das Wasserwirtschaftsamt Weilheim als Unterhaltungsverpflichteter für den Lech wird deshalb diese Gefahrenstelle baldmöglich beseitigt, in dem die Bäume aus dem Hauptab-strombereich entfernt werden.“ Erst danach werde das Befahren der Litzauer Schleife wieder erlaubt. Bis dahin sollen Hinweisschilder vor Ort auf das Verbot hinweisen.

Die Erstmeldung von Mittwoch, 22. August 2018, 12.30 Uhr:

Steingaden - Der Vorfall ereignete sich gegen 16.30 Uhr. Wie die Polizei mitteilt, waren zwei Erwachsene mit ihrem Kanu auf der Litzauer Schleife unterwegs. Hinter dem Boot zogen sie eine Luftmatratze her, auf der zwei Mädchen im Alter von elf und zwölf Jahren die Fahrt auf dem Lech genossen. 

Doch die gute Stimmung endete jäh. Bei einem Rechtsknick des Flusses bei Bogenwiesen kippte die Luftmatratze der Kinder um. „An der Stelle sind Bäume im Wasser, die direkt in der Strömung stehen“, weiß Daniel Kodisch, Einsatzleiter der Wasserwacht Peiting-Schongau, die nach dem Notruf zur Unfallstelle eilte. Wer dort hineingedrückt werde, schaffe es nur schwer wieder heraus.

Das jüngere der beiden Mädchen erwischte es besonders schwer. Es wurde laut Polizei unter einem im Wasser liegenden Ast eingeklemmt. Den beiden Erwachsenen sowie einem vorbeikommenden Bootsfahrer gelang es jedoch mit vereinten Kräften, die Elfjährige zu befreien, noch ehe die Rettungskräfte vor Ort waren. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Das andere Mädchen brachte der Rettungsdienst ebenfalls zur Untersuchung ins Krankenhaus. 

Es ist nicht das erste Mal, dass die Stelle Ausflüglern zum Verhängnis wurde. „Vor drei Wochen hat sich hier ein Kanu quergestellt. Es musste durch die Feuerwehr geborgen werden“, sagt Kodisch. Um weitere Unfälle zu vermeiden, werde derzeit überlegt, ob die Bäume entfernt werden können. 

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