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Einen Sommer lang müssen die Gläubigen aus Steingaden die Gottesdienste noch in anderen Kirchen feiern. Die Kosten für die Renovierung des Welfenmünsters stiegen von 1,2 auf mittlerweile 1,6 Millionen Euro.

Umfangreiche Arbeiten in Steingaden

Welfenmünster-Renovierung noch teurer

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Die Renovierung des Welfenmünsters in Steingaden schreitet voran. Die Arbeiten sind umfangreich. Die Kosten sind um 400 000 auf 1,6 Millionen Euro gestiegen.

Steingaden – Nach 32 Monaten wird das Mammutprojekt im Oktober 2019 endlich vollendet sein und das Welfenmünster in Steingaden in neuem Glanz erstrahlen. „Wir schaffen einen Gesamteindruck wie kurz nach der Barockzeit“, sagt Kirchen-Verwaltungsmitglied und -musiker Caspar Berlinger mit Blick auf die aufwändigste Renovierung des Welfenmünsters seit seiner Umgestaltung von der Barock- zur Rokoko-Kirche um 1750.

Start war 2017 im Chorraum

Ein großer Teil der Wegstrecke ist bereits geschafft: Wie berichtet, war 2017 im Chorraum mit den Arbeiten begonnen worden, seit Mariä Lichtmess 2018 sind Restauratoren, Stuckateure, Steinmetze, Orgelbaumeister und Handwerker auch im Kirchenschiff am Werk. Die Kirche war über Monate im Innenraum komplett eingerüstet, der liturgischen Dienst unmöglich. Noch bis zum Herbst bieten der Pfarrsaal, die Filialkirchen in Urspring, Ilgen und Kreuzberg sowie natürlich die Wieskirche „würdige Ersatzmöglichkeiten“, befindet Berlinger, der die Arbeiten im Welfenmünster mit koordiniert.

Auch die Deckenfresken mussten gereinigt werden

Die wesentlichen Aufgaben waren seinen Angaben nach die Beseitigung von Staub- und Schmutzablagerungen, die Ausbesserung von Beschädigungen an Fresken, Stuck und Bildern, aber auch am Steinboden im Hauptschiff, im Chorraum und am Hauptaltar. Deckenfresken mussten gereinigt, Risse und Beschädigungen ausgefüllt und retuschiert werden.

Alle Stuckarbeiten, Figuren und Altaraufbauten wurden auf Sicherheit geprüft, renoviert und farblich aufgefrischt, die gesamte Elektrik, das Läutwerk und die Alarmanlage neu konzipiert und installiert. Die Beleuchtung wurde erneuert „und dem nachkonziliaren Bedarf entsprechend eingerichtet“, heißt es.

Neue Konzeption für Volksaltar 

Ein ganz großes Thema war Berlinger zufolge eine Neukonzeption des Volksaltares im Stil des Chorraumes. Zur großen Freude des Kirchenmusikers erhält die Kirche außerdem wieder eine Chororgel, „die dem liturgischen Geschehen an Werktagen und als Bereicherung der Kirchenmusik dient“.

In diesen Tagen beginnen jetzt auch die Fassadenarbeiten am Nordturm sowie am Vorbau der Kirche, dem sogenannten Vorzeichen. Die Gesamtkosten sind weiter in die Höhe geschnellt. Im August 2017 war man noch von 1,2 Millionen Euro ausgegangen, die die Diözese Augsburg genannt hatte. Ein Jahr später war man schon bei 1,4 Millionen. Mittlerweile ist es noch mehr geworden: „Die gesamte Renovierung dieser wunderbaren Kirche und Juwels der ganzen Gemeinde wird sich trotz vieler, wertvoller Eigenleistung auf zirka 1,6 Millionen Euro belaufen“, sagt Berlinger. „Ein altes Haus birgt immer Überraschungen“, begründet der Kirchenmusiker die Mehrkosten. Ob am Fußboden oder an den Altären – überall tauche etwas auf, so Berlinger, der auch das Abplatzen des Putzes am Nordturm als Grund für die Kostensteigerung nennt.

Finanziell eine große Anstrengung 

Für die Pfarrgemeinde bedeute dies eine große finanzielle Anstrengung, die mithilfe von Eigenmitteln, mit kirchlicher und zum Teil staatlicher Unterstützung, vor allem aber auch mit Spenden aus der Bevölkerung zu leisten sei. Weitere Spenden sind da natürlich willkommen: „Um diese Mithilfe bittet die Kirchenverwaltung ganz herzlich“, so Berlinger.

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