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Faszinierende Landschaften hat der Steingadener Fotograf festgehalten. Dies ist eines von insgesamt 16 Bildern in der Ausstellung. 

Steingadener Künstler stellt im russischen Konsulat aus

Besondere Bilder an einem außergewöhnlichen Ort

Dr. Ernst Weeber hat mit seinen Fotografien schon viele Ausstellungen bestritten. Er hat seine Bilder unter anderem in Perugia und Orvieto, im Schongauer Krankenhaus und bei den Steingadener Blütentagen gezeigt. Doch was er um die Ausstellung erlebt hat, die derzeit in München läuft, ist etwas Besonderes, denn der Ort, an dem seine Fotos zu sehen sind, ist außergewöhnlich: Weebers Fotografien von Kamtschatka hängen derzeit im russischen Generalkonsulat in München.

Steingaden/München – „In einem Konsulat, einem Hochsicherheitsgebäude auszustellen, das ist neu“, sagt der begeisterte Hobby-Fotograf, der in Steingaden eine Allgemeinarztpraxis hat. Alle rund 70 Gäste, die am Freitag bei der Vernissage dabei waren, mussten durch einen Scanner gehen. Nur Weeber, seine Frau und seine Tochter seien verschont geblieben, erzählt der Steingadener.

Der Mediziner hat im Jahr 2012 mit seinem Sohn zusammen eine Reise in die Kamtschatka unternommen. Die Halbinsel gehört zu Russland und bietet wegen seiner vielen Vulkane, seiner zahlreichen Bären und anderer Naturschauspiele zahlreiche Fotomotive, wie Weeber erzählt. Von seinen Eindrücken und Erlebnissen hat der Steingadener in Diavorträgen und in einem Buch berichtet.

Das Buch hat ein russischer Künstler entdeckt. Er war so begeistert davon, dass er den Steingadener samt Buch ins russische Generalkonsulat nach München geschleift hat. „Dem Konsul hat es so gut gefallen, dass er gesagt hat, er will eine Ausstellung machen“, sagt Weeber.

Im Bilde: Der Fotograf Dr. Ernst Weeber (links im Bild) und der Generalkonsul der russischen Föderation Sergey Ganzha. 

Nun hängen 16 von Weebers Fotografien im russischen Generalkonsulat in München. Die Bilder zeigen Motive aus der Natur wie zum Beispiel Bären, Vulkane, Bäume und Flussläufe, wie es sie in dem Naturparadies Kamtschatka häufig gibt. „Die einzigartige ostsibirische Halbinsel mit ihren beeindruckenden weitläufigen Birkenwäldern und der unberührten Natur ist sicher eine der schönsten Landschaften der Erde“, heißt es in dem Katalog zur Ausstellung, der halb in Deutsch und halb auf Russisch verfasst ist.

Die Eindrücke von dieser Reise gehörten zu den außergewöhnlichsten und berührendsten Momenten seiner fotografischen Laufbahn, heißt es weiter in dem Katalog. Das Generalkonsulat ist kein öffentlich zugängliches Gebäude, sodass die Bilder nur den Besuchern des Hauses zugänglich sind. Bei der Vernissage hat Weeber über seine Reiseerlebnisse in diesem wilden, großteils unberührten Land erzählt. Davon, wie sie zum Beispiel bei Minusgraden im Zelt übernachtet haben. Unter anderem diese Erlebnisse hätten die Vernissage zu einem unterhaltsamen Ereignis werden lassen, so Weeber.

Derzeit verfolgt der Steingadener ein anderes fotografisches Projekt: Er will die Via Claudia aus der Vogelperspektive zeigen. Bis es aber so weit ist, dass er diese Bilder ausstellen oder in einem Buch veröffentlichen kann, dauert es noch. 

Kathrin Hauser

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