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Präsentation für Schleckermäulchen: Die „Fairnasch mich“-Schokolade als Gemeinschaftsprojekt. Von links Bürgermeister Xaver Wörle, Schokolatier Uwe Dengel, Silvia Hindelang, Pater Petrus Lerchenmüller (hinten), die Künstler Beate Speck-Kafkoulas und Erik Liebermann, Grafiker Werner Böglmüller, Hans Behringer (LVHS), Vorsitzede Hildegard Lutz von der Steuerungsgruppe und Kirstin Mayr. 

„Fairnasch mich“

Steingadener Schokolade schmeckt super

Süße „Fair-Änderung“ in Steingaden: Unter dem Motto „Fairnasch mich!“ kommt jetzt die exklusiv für die Gemeinde hergestellte Steingadener Schokolade auf den Markt. In der katholischen Landvolkshochschule Wies wurde das neue Produkt jetzt vorgestellt.

Steingaden/Wies – „Die ist so gut, da kommen die großen Hersteller bekannter Marken nicht hin“, schwärmte Bürgermeister Xaver Wörle von der kakaohaltigen Nascherei, hergestellt von der Confiserie Dengel aus Rott am Inn. Von der Idee bis zur fertigen Tafel Schokolade lagen neun Monate.

Ziel war es, rechtzeitig zu den Steingadener Blütentagen (10./11. Juni) das Naschwerk anbieten zu können. Im wahrsten Sinne des Wortes habe sich die Steuerungsgruppe durchgebissen, sagte deren Vorsitzende Hildegard Lutz. Verschiedene Angebote wurden unter die Lupe genommen, Schokoladen probiert, und schließlich sei man auf genau das gestoßen, was man gesucht habe.

Nur ausschließlich faire Zutaten werden bei Dengel verwendet: Milch von der Milchverarbeitungs GmbH Sternenfair, die sie selber zu Milchpulver weiterverarbeitet, fairtrade-zertifizierter Rohzucker (Kooperative Manduvirá in Paraguay) und Kakao (Koopertaive Coomproca Arauca in Kolumbien), bei denen der Betrieb direkt seine Rohstoffe bezieht. Ganz im Sinne der bislang einzigen Fairtrade-Gemeinde im Landkreis Weilheim-Schongau.

Die Lieferanten, so Uwe Dengel, bekommen einen festen Preis, der wesentlich höher liegt als die üblichen Beträge. „Man muss den Menschen das geben, was sie brauchen, um Leben zu können“, so der Chef der Confiserie. Man verzichte deshalb auf auch große Werbebudgets.

Die Schokolade selbst hat keine Zusatzstoffe und ist deshalb nur rund fünf bis sechs Monate lang haltbar. „Je frischer sie auf den Markt kommt, desto besser und lieber öfters kleinere Mengen bestellen“, rät Dengel.

Auch die Verpackung trägt Steingadener „Handschrift“: Die beiden ortsansässigen Künstler Erik Liebermann und Beate Speck-Kafkoulas gestalteten in einer Gemeinschaftsaktion die Grafiken für die Banderolen, Werner Böglmüller brachte alles in die endgültige Form.

Die 90 Gramm Tafeln der „Fairnasch mich“-Schokolade ist in vier verschiedenen Sorten erhältlich – Vollmilch, Vollmilch-Haselnuss, Vollmilch-Vanille und Zartbitter, zum Preis von je 2,20 Euro. Es gibt sie ab sofort bei: Tourist Information Steingaden, Bäckerei Moser, Bäckerei Schuster, Fischerhaus, Floristik Schön, Gasthof Graf Steingaden, Gasthof Moser in der Wies, in den Bildungshäusern der Langau, Karl-Eberth-Haus, in der Landvolkhochschule Wies, an den drei Kiosken am Dorfplatz in der Wies und in der Fairtrade-Schule Steingaden.

Und obendrauf gibt es sprichwörtlich ein „Betthupferl“: Die Katholische Landvolkshochschule in der Wies stellte zeitgleich das „Wieser Betthupferl“, eine Nougat-Praline, die schon seit vielen Jahren in der LVHS Wies zum Verkauf angeboten wird, ebenfalls auf die faire Variante um (Stückpreis 1,30 Euro).

Myrjam C. Trunk

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