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Hat die Geschäftsführung der Tagesstätte von Volker Wellstein übernommen: Olga Kleber.

Steingaden

Tagesstätte unter neuer Leitung

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Steingaden - In der Tagesstätte für Senioren und demenzkranke Menschen in Steingaden gibt es eine neue Geschäftsleitung: Olga Kleber hat das Ruder in die Hand genommen, während sich Tagesstätten-Gründer Volker Wellstein einem neuen Projekt widmen will.

Bereits zum 1. Oktober hat Olga Kleber die Geschäftsführung der Tagesstätte in der Füssener Straße in Steingaden übernommen. Großartige Veränderungen möchte die 44-Jährige zunächst einmal nicht vornehmen, jedoch hat sie sich gleich Unterstützung ins Haus geholt und zwei neue Kräfte eingestellt. Ab 1. Dezember arbeitet eine Hauswirtschafterin im Team mit und eine ausgebildete Betreuungsassistentin, die unter anderem für die Beschäftigungstherapie zuständig sein wird, ab dem 1. Januar. „Damit kommen wir auch den Anforderungen nach, die das zweite Pflegestärkungsgesetz mit sich bringt“, erklärt Kleber.

Die neue Geschäftsführerin der Steingadener Tagesstätte hat zuvor in der Pflegedienstleitung in einem Pflegeheim in Füssen gearbeitet. „Aber ich wollte mich noch mal verändern.“ Geboren und aufgewachsen in Kasachstan, ist Olga Kleber seit mittlerweile 23 Jahren in der Pflege tätig, hat als examinierte Altenpflegerin begonnen und diverse Weiterbildungen absolviert. Derzeit macht sie den Fachwirt im Gesundheitswesen, die Prüfung will sie im kommenden Jahr ablegen.

„Es ist ein beruhigendes Gefühl, gut versorgt zu sein“, so Kleber. Auch und insbesondere für die Angehörigen, die ihre Lieben nicht in ein Heim bringen, aber sich zuhause auch nicht rund um die Uhr um sie kümmern können. „Das soll nicht heißen, dass Angehörige mit der Pflege überfordert sind, aber sie kommen sehr oft an ihre Grenzen – und da springen wir dann ein.“

Etwa die Hälfte des Tages verbringen die Patienten im Hause. Manche werden gebracht, ab acht Uhr fährt der Abholdienst, ab gegen 9 Uhr sind dann alle im Haus und bleiben bis 17 oder 18 Uhr. Die Gäste sind nicht jeden Tag die gleichen, zehn Personen könnten theoretisch gleichzeitig betreut werden, derzeit habe man 18 „Kunden“.

Wie kam der Kontakt nach Steingaden zustande? „Der ist mir zugeflogen“, lacht Kleber. Nach einem Zeitungsbericht in den Schongauer Nachrichten, in dem stand, dass Volker Wellstein daran denke, sich zurückzuziehen, habe sie eines Tages einfach geklingelt und sich vorgestellt. „Und ich habe Olga versprochen, dass sie es machen kann“, so Wellstein.

Der 65-jährige Steingadener hatte die Tagesstätte für Senioren und demenzkranke Menschen 2015 gegründet, und zwar zunächst in Peiting, bis er das Objekt an der Füssener Straße in Steingaden mietete. Die Mutter Wellsteins, heute 89 Jahre alt, ist regelmäßiger Gast im Haus. „So kann ich mich tagsüber auch mal um andere Dinge kümmern“, so Wellstein. Derzeit arbeitet er intensiv daran, in Steingaden ein großes Projekt umzusetzen, zahlreiche Gespräche werden bereits hinter verschlossenen Türen geführt. „Und das soll nicht nur eine Vision bleiben, ich will das noch erleben, und zwar nicht im Greisenalter“, so Wellstein. Von dem Erfolg seiner neuen Idee ist er schon jetzt überzeugt, hat detaillierte Pläne längst in der Schublade. „Es ist keine Spinnerei, sondern alles darstellbar.“

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