Erfahrener Planer gesucht

Die Umsetzung von IKEK beginnt

Die ersten Beschlüsse zur Umsetzung einer interkommunalen Sanierungsberatung sind gefallen: Die Gemeinden Prem, Wildsteig und Steingaden haben in den vergangenen Wochen einstimmige Beschlüsse zur Errichtung einer interkommunalen Sanierungsberatung in den politischen Gremien herbeigeführt.

Steingaden – „Damit ist eines der Impulsprojekte aus dem interkommunalen Entwicklungskonzept, kurz IKEK, auf den Weg gebracht“, verkündigte Steingadens Bürgermeister Xaver Wörle. Er zeigte sich erfreut, dass Prem, Wildsteig und Steingaden gemeinsam die ersten Beschlüsse zur Umsetzung einer interkommunalen Sanierungsberatung getroffen haben.

Wörle ist Bürgermeister der Leitkommune Steingaden für das Projekt und zugleich Vorsitzender der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft mit den Gemeinden Steingaden, Prem und Wildsteig. Wenn alle sieben Kommunen, d.h. auch Bernbeuren, Rottenbuch, Böbing und Burggen, Zustimmung signalisieren, ist von Seiten der Regierung von Oberbayern in Aussicht gestellt worden, den gemeinsamen Sanierungsberater für die nächsten drei Jahre finanziell zu unterstützen.

Mit finanziellen Aufwendungen von rund 145 000 bis 150 000 Euro kalkuliert Stefan Leuninger vom beauftragten Büro Leuninger & Michler (Kaufbeuren) die Gesamtkosten für das Kooperationsprojekt für die nächsten drei Jahre. Ein gut angelegtes Geld, findet Wildsteigs Bürgermeister Josef Taffertshofer: „Wenn es uns gelingt, Immobilieneigentümer durch eine intensive Information für Sanierungsmaßnahmen zu begeistern und eine kostenlose Erstberatung zu organisieren, kommen wir in der Ortsentwicklung gut voran.“

Auch Prems Bürgermeister Herbert Sieber setzt auf die interkommunale Zusammenarbeit. „Wenn wir die Zielsetzung einer verstärkten Innenentwicklung und Stärkung der Ortskerne ernst nehmen, sollten wir auch gemeinsam aktiv werden“, fasst er den Ansatz zusammen.

Konkret geht es im ersten Schritt darum, einen erfahrenen Architekten zu suchen, der die Gemeinden und auch Privateigentümer bei Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen von Immobilien fachlich unterstützt.

Der zuständige Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Steingaden, Georg Krönauer, zeigt sich sehr erfreut über die sachlichen Diskussionen und die einstimmigen Entscheidungen. „Das Konzept wurde fachlich gut vorbereitet, intensiv mit den Bürgermeistern der sieben IKEK-Kommunen besprochen und mit der Regierung von Oberbayern abgestimmt.“

Und weiter: „Wenn die anderen vier Kommunen kurzfristig dem gemeinsam entwickelten Konzept zustimmen, können wir bereits für 2019 die interkommunale Sanierungsberatung mit finanzieller Unterstützung durch die Städtebauförderung der Regierung von Oberbayern auf den Weg bringen“, blicken Bürgermeister Wörle und Stefan Leuninger optimistisch in die Zukunft.

Wie bereits berichtet, haben die Gemeinden Böbing, Burggen, Bernbeuren, Prem, Rottenbuch, Wildsteig und Steingaden im Jahr 2017 ein interkommunales städtebauliches Entwicklungskonzept, kurz IKEK, gestartet. Für die Projektbegleitung wurde in einem mit der Regierung von Oberbayern abgestimmten Auswahlverfahren das Büro Leuninger & Michler aus Kaufbeuren beauftragt. Ziel des Projektes ist die Aufnahme aller sieben Kommunen in das Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit im Netzwerk“. Dort winken finanzielle Zuschüsse von bis zu 60 Prozent bei baulichen Maßnahmen und Planungsleistungen zur Stärkung der Ortskerne.

Michael Gretschmann

Rubriklistenbild: © imago stock

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