Der Neue: Florian Geis übernimmt zum 1. September 2021 die Stelle des Wieskurat in der Wieskirche.
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Der Neue: Florian Geis übernimmt zum 1. September 2021 die Stelle des Wieskurat in der Wieskirche.

Er folgt auf Monsignore Gottfried Fellner

Wechsel in der Wieskirche: Augsburger Florian Geis wird neuer Wieskurat

Mit Florian Geis, dem Stadtpfarrer der Pfarreiengemeinschaft St. Georg, St. Maximilian. St. Simpert und St. Sebastian im Herzen der Bischofsstadt Augsburg erhält Monsignore Gottfried Fellner einen würdigen Nachfolger in der Wies.

Wies – Der Bischöfliche Geistliche Rat, Florian Geis, tritt mit Freude zum 1. September kommenden Jahres seinen Dienst als Wieskurat an. Für ihn ist das eine besondere Ehre. Gottfried Fellner ist geradezu begeistert von seinem Mitbruder: „Florian Geis ist ein Ästhet, ein Musikliebhaber, ein Kunstkenner und vor allem ein Seelsorger, der mit dem „Pfund“ der Wieskirche pastoral wuchern wird“.

Da der Vorschlag von Bischof Bertram Meier und Generalvikar Harald Heinrich seine Vorstellung erfüllt und die Wies als wichtiger pastoraler Ort in der Region weitergeführt wird, habe er diesen gerne angenommen. „So wird der Weg gegangen, den ich mir für die Wies, aber auch für mich persönlich gewünscht habe“, verkündete Gottfried Fellner den Gläubigen gestern am 1. Advent bei den Gottesdiensten. Er selbst stehe ab September als emeritierter Seelsorger beratend für seinen Nachfolger und die Interessen der Wieskirche mit Freuden weiterhin zur Verfügung. Damit wird die Tradition fortgeführt, dass ein zweiter Seelsorger in der Wies tätig ist.

Mit 27 Jahren als jüngster Pfarrer Bayerns nach Söcking

In der Fuggerstadt am 21. August 1965 geboren, begann Florian Geis 1984 nach dem Abitur am Peutinger-Gymnasium mit dem Theologie- und Philosophiestudium an der Uni Augsburg und Uni Freiburg. Seine Diplomarbeit der Theologie zur Christlichen Gesellschaftslehre legte er 1989 ab, am 24. Juni 1990 erfolgte die Priesterweihe durch Bischof Josef Stimpfle. Nach drei Jahren als Kaplan in Manching-St. Peter kam Florian Geis 1993 mit 27 Jahren als damals „jüngster Pfarrer“ Bayerns nach St. Ulrich in Starnberg-Söcking.

Als Prodekan (1999 – 2002) baute er die Notfallseelsorge im Dekanat Starnberg auf. Vielfältige Aufgaben warteten auf ihn ab 2002 als Stadtpfarrer in St. Georg in Augsburg, wo die Sanierung der Stifts- und Stadtpfarrkirche anstand, die KAB einen Präses suchte und ab September 2011 der Aufbau der Pfarreiengemeinschaft mit 12 000 Katholiken erfolgte, zu der auch die Klinikseelsorge im Vincentinum und die Fuggerei gehört. Besonders ans Herz gewachsen ist dem Seelsorger die Planung, Organisation und Durchführung der Sebastianioktav, einer der ältesten Wallfahrten Augsburgs.

Vielfältige Lehr- und schriftstellerische Tätigkeiten zogen sich wie ein Faden durch sein bisheriges Leben. Sein großes Interesse für alles, was mit Kunst und Kultur zu tun hat, wurde ihm wohl von seiner Mutter, einer Kunstmalerin und Bühnenbildnerin, in die Wiege gelegt. Neben dem Malen fasziniert ihm vor allem die Violine und das Komponieren. Sein „Ave Regina Coelorum“ widmete er dem Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI., zum 80. Geburtstag.

Die Wies mit ihrem Vierklang Theologie, Kunst, Licht und Musik war immer wieder ein Erlebnis, wenn er mit seinen Kaplänen aus Indien zum Gegeißelten Heiland pilgerte. Künftig darf er hier das Wort Gottes verkünden.

VON GERHARD HEISS

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