+
Wiespfarrer Gottfried Fellner segnete die Motorräder. 

„Tolle Aktion“

Wieskirche: Muttertags-Segnung für Motorradfahrer aus ganz Bayern

Gut 100 Biker hatten sich am Sonntagnachmittag unter dem Motto „Muttertagsgruß der Motorradfahrer“ zur allerersten Motorradsegnung nach der Lockerung der Ausgangsbeschränkung an der Wieskirche versammelt. Sie erhielten den Segen von Wiespfarrer Gottfried Fellner.

Wies - „Die Motorradfahrer durften bisher nicht fahren und es sind in Bayern mehrere Motorradweihen ausgefallen. Deshalb wollten wir Gelegenheit bieten, diese mit einer schönen Ausfahrt zu verbinden“, so Gábor Kovács, Vorsitzender der gemeinnützigen Körperschaft Blue Peers aus München, die zu dem Spektakel eingeladen hatte. Das Wetter zeigte sich allerdings morgens nicht von seiner besten Seite, weswegen auch nicht alle der 176 angemeldeten an die Wieskirche gekommen waren.

Die Blue Peers sind ein Kriseninterventionsteam für Motorradfahrer und arbeiten mit dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd zusammen. Sie bieten neben Unfallprävention an Unfallschwerpunkten auch Erste Hilfe, Fahrtraining und Übungsausfahrten für Fahranfänger an.

Blumen und Kerzen im Gepäck

Zum Treffen hatten die Anwesenden Blumen und Kerzen mitgebracht, die mit dem nötigen Sicherheitsabstand und einzeln in die Behältnisse vor dem Altar in der Wieskirche zur Segnung abgelegt wurden. Anschließend segnete Wiespfarrer Gottfried Fellner die Motorradfahrer und ihre Maschinen mit einem kleinen Festakt vor der Kirche. „Das ist ein wunderschöner Gedanke“, so Fellner, der die Motorradfahrer mit dem Gruß des Apostel Paulus empfangen hatte und im Gebet allen Müttern und mütterlichen Menschen sowie Verkehrsopfern gedachte. Nachdem er noch Weihwasser in Richtung der Versammlung gespritzt und eine glückliche Heimkehr gewünscht hatte, befand er: „Jetzt hab ich Sie gesegnet auf Deifi komm raus!“ Wer wollte, konnte sich noch ein Tontäfelchen mit der Abbildung des Wies-Heilands abholen.

„Eine tolle Aktion und auch toll, dass man in Bayern wieder Motorrad fahren darf“, fand Antje Hassenzahl, die mit ihrer Yamaha XJ6 Diversion eigens 426 Kilometer aus Großgerau angereist war und damit die weiteste Anreise hatte. Ihr Vereinskollege Kilian Reithmayer aus Ottobrunn zeigte ein Büschel Wiesenblumen vor, das er noch unterwegs für diesen Anlass gepflückt hatte.

Nicht ganz so weit hatten es die Mitglieder der „Motorradfreunde Pfaffenwinkel“ aus Peiting und Schongau. „Wir haben uns strikt an das Ausfahrverbot gehalten und heute die erste Ausfahrt“, meinte Werner Vicario. Die Aktion an der Wieskirche fand er gut. „Einwandfrei!“, bestätigte auch sein Vereinskumpel „Opa Joe“. Die Motorradfreunde Pfaffenwinkel waren auch so ziemlich die Einzigen, die trocken anreisen konnten, da es erst kurz nach 11 Uhr zu regnen aufgehört hatte.

Ursula Fröhlich

Lesen Sie auch:

Maria Nuscheler aus Hohenfurch ist eine von vielen Super-Mamas. Immer Vollgas, immer gut drauf. Alles geben für die Familie. Die Fünffach-Mama kann so leicht nichts aus der Ruhe bringen – schon gar nicht Corona. Ein Porträt zum Muttertag.

Rottenbuch hat einen neuen zweiten Bürgermeister: Mit Vitus Gansler wählte der Gemeinderat einen Schönberger in das Amt. Auch drei neue Räte wurden vereidigt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis Weilheim-Schongau: Zehn neue Fälle an einem Tag
Die Zahl der an Coronavirus-Erkrankten im Landkreis Weilheim-Schongau steigt weiter, allerdings nur leicht. In diesem News-Ticker finden Sie immer alle aktuellen …
Coronavirus im Landkreis Weilheim-Schongau: Zehn neue Fälle an einem Tag
Nächstes Bürgerbegehren auf dem Weg, doch wann kommt das Phantomgerüst?
Heftig diskutiert wurde bei der Unterschriftenübergabe des Bürgerbegehrens gegen den geplanten Neubau des Marienheims durch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) am Bühlach. Die …
Nächstes Bürgerbegehren auf dem Weg, doch wann kommt das Phantomgerüst?
Kommunale Blitzer: Bernbeuren will Defizit nicht mehr tragen und steigt aus
Die Gemeinde Bernbeuren steigt aus der Kommunalen Verkehrsüberwachung aus. Der Grund: Der Gemeinderat ist nicht mehr gewillt, das jährliche Defizit zu tragen. Den Antrag …
Kommunale Blitzer: Bernbeuren will Defizit nicht mehr tragen und steigt aus
Alle haben einen Platz, aber Corona sorgt für viele offenen Fragen
142 Kinder sind in Schongau für das neue Kindergartenjahr 2020/2021 angemeldet. „Alle Kinder bekommen einen Platz“, meldet Esther Laue, auch einige Reserveplätze hat man …
Alle haben einen Platz, aber Corona sorgt für viele offenen Fragen

Kommentare