Bluttat in Steingaden

Weil sie auf der Straße gingen: Streit endet mit Messerstich

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Ein nächtlicher Streit um eine Nichtigkeit endete in Steingaden blutig: Mit einem Messer wurde ein 27-Jähriger niedergestochen, der Täter - ein 54-jähriger Steingadener - ist gefasst.

Steingaden - Es begann mit einer Lappalie: Als der 54-Jährige am Donnerstag gegen Mitternacht mit seinem Auto auf der Ammergauer Straße ortseinwärts fuhr, störte er sich laut Polizei an zwei Fußgängern, die auf der Straße anstatt dem Gehsteig gingen. Er geriet in Streit mit den beiden 19 und 27 Jahre alten Männern, die laut Polizei alkoholisiert waren. Danach fuhr der 54-Jährige weiter, die Auseinandersetzung schien damit vorüber zu sein.

Doch kurz darauf trafen die Kontrahenten noch einmal aufeinander. Der 54-Jährige wollte seinen Wagen an der Tankstelle in der Ortsmitte auftanken, als der 27-Jährige offenbar noch einmal Klärungsbedarf sah. Dadurch fühlte sich der Pkw-Fahrer laut Polizei bedroht, stach ihm in den Bauch und verletzte ihn an den Armen. Um was für ein Messer es sich handelte, was genau beim erneuten Aufeinandertreffen für Worte gefallen sind oder ob es Notwehr war, konnte die Polizei noch nicht sagen. „Die Ermittlungen laufen noch, die Beteiligten werden gerade vernommen“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd.

Der 27-Jährige musste nach dem Messerstich durch den alarmierten Rettungsdienst ins Krankenhaus Schongau gebracht werden. Seine Verletzungen sind zwar schwer, jedoch nicht lebensbedrohlich. Sein 19-jähriger Begleiter wurde durch unterstützende Beamte der Polizeiinspektion Weilheim aufgrund seiner hohen Alkoholisierung in Schutzgewahrsam genommen.

Der 54-jährige Messerstecher war nach der Tat seelenruhig nach Hause gefahren. Beamte der Polizeiinspektion Schongau trafen in an seiner Wohnung an, dort konnte auch das verwendete Messer sichergestellt werden.

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