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So berichteten die Schongauer Nachrichten im Juli 1992 vom Wies-Besuch der Präsidenten-Frauen. Links der damalige Wies-Pfarrer Georg Kirchmeir.

Zum Tod der ehemaligen First Lady

Als der Wies-Pfarrer Barbara Bush traf

  • vonJörg von Rohland
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Die ehemalige US-amerikanische First Lady Barbara Bush ist gestorben, wie gestern bekannt wurde – der ehemalige Wallfahrtspfarrer der Wieskirche, Monsignore Georg Kirchmeir, hat sie „als sehr liebenswürdige Frau“ in Erinnerung.

Wies Georg Kirchmeir kann sich noch sehr gut an den Sommer 1992 erinnern, als die damalige Präsidentengattin zusammen mit Hannelore Kohl und anderen Frauen von Staatsoberhäuptern im Rahmen eines Damenprogramms die Wieskirche besichtigte. Die Ehemänner weilten damals auf dem G 7-Gipfel in München.

Mit drei Hubschraubern war der Damen-Tross samt Sicherheitspersonal eingeschwebt, um das Rokoko-Juwel im Pfaffenwinkel zu besichtigen. „Die Wieskirche war ihr Highlight“, weiß Kirchmeir, der die Damen durch das Gotteshaus führen durfte. Nachdem sie auf den Kirchenbänken Platz genommen hatten, legte der Pfarrer munter in deutscher Sprache los. „Sie haben alle aufmerksam zugehört und genickt, obwohl sie gar nichts verstanden haben“, schmunzelt Kirchmeir. „Ich habe dann einen Tipp von der Seite bekommen, dass ich englisch reden muss.“ Das hat der Wallfahrtspfarrer dann auch getan. „Für eine Kirchenführung reichte mein Englisch“, so Kirchmeir.

Barbara Bush war jedenfalls sehr angetan und gab dem Pfarrer zum Abschied die Hand. Was sie zu ihm gesagt hat, daran erinnert sich der heute in Böbing lebende Ruhestandspfarrer aber nicht mehr. Aber an ein Andenken, das er von dem Damen-Besuch hat: ein Kugelschreiber, auf dem eine Unterschrift abgebildet ist. Sie stammt allerdings nicht von Barbara Bush, sondern von Helmut Kohl.

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