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Die Gemeinde kassiert mehr Geld von den Kurgästen. Auch die Zweitwohnungsbesitzer werden zur Kasse gebeten. 

Abgabe 

Steingaden verdoppelt Kurbeiträge

Die Gemeinde Steingaden hat die Satzung über die Erhebung eines Kurbeitrages auf den neuesten Stand gebracht. Und dabei gleich die bisherigen Beiträge verdoppelt. Die Satzung tritt am 1. Januar 2018 in Kraft.

Steingaden – Betroffen sind Personen, die sich zu Kur- oder Erholungszwecken im Kurgebiet aufhalten, ohne dort ihre Hauptwohnung zu haben. Also alle Personen, denen die Möglichkeit zur Benutzung der Kureinrichtungen und zur Teilnahme an Veranstaltungen geboten wird, sind verpflichtet, einen Kurbeitrag zu entrichten. Die Kurabgabe muss auch dann entrichtet werden, wenn die angebotenen Einrichtungen nicht in Anspruch genommen werden.

Völlig klar ist, dass die Kurabgabe ab dem ersten Tag des Aufenthalts zu bezahlen ist. In der Regel an die Gemeinde. Für Zweitwohnungsbesitzer besteht die Verpflichtung zur Kurabgabe jeweils mit dem Beginn des Jahres oder während des Jahres, an dem Tag, an dem die Verpflichtung zur Abgabe des Beitrages entsteht.

Es handelt sich dabei um einen pauschalen Kurbeitrag. Er wird nach Anzahl der Aufenthaltstage berechnet. Einzelpersonen zahlen einen Euro pro Tag, Schüler und Studenten jeweils die Hälfte, also 50 Cent. Für Familien gilt ein Euro für die erste Person für alle weiteren 50 Cent. Teilnehmer gewerblich organisierter Tagungen oder Seminare sind in der neuen Satzung nicht vergessen worden. Auch von ihnen werden pro Tag 50 Cent verlangt.

Für Zweitwohnungsbesitzer gelten besondere Vorschriften. Personen also, die ihre zweite oder eine weitere Wohnung in der Gemeinde innehaben sowie deren Ehegatten und Kinder sind kurbeitragspflichtig und müssen einen jährlichen pauschalen Kurbeitrag bezahlen. Der beträgt für Einzelpersonen 50, für Schüler und Studenten bis 20 Jahre 25 Euro. Familien haben für die erste Person 50 für jede weitere 25 Euro zu bezahlen.

Vermieter von Ferienwohnungen, Gaststätten oder Seminareinrichtungen sind verpflichtet, der Gemeinde am Ende eines jeden Monats die Zahl der Personen zu melden, die beitragspflichtig sind. Welche Konsequenzen Zuwiderhandlungen haben, darüber will der Gemeinderat erst noch einmal nachdenken. Die bisher angewendete Satzung wurde im Jahr 2001 letztmals geändert. Damals wegen der Umstellung von D-Mark auf Euro. Bis dahin hatte der Kurbeitrag pro Tag eine Mark betragen. Die Gemeinde hatte daraus großzügig 50 Cent gemacht. Bürgermeister Xaver Wörle begründet die Kurabgabe auch damit, dass die Gemeinde „viel vorhalten muss.“ Die gesamte Infrastruktur mit Bauhof, Wanderwegen und sonstigen Einrichtungen.

Walter Kindlmann

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