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Das alte Pumpenhaus im Urs pringer Bachtal wird saniert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

Gemeinderat Steingaden

Urspringer Pumpenhaus wird Museum

Steingaden/Urspring - Das 1951 gebaute und Ende 1967 stillgelegte Pumpenhaus im Urspringer Bachtal will die Interessengemeinschaft Pumpenhaus sanieren und danach als Kulturgut der Öffentlichkeit zugänglich machen. In Eigenleistung. Die Kosten für das zur Instandsetzung notwendige Material werden von der Gemeinde übernommen.

Steingaden/Urspring – Steingadens Bürgermeister Xaver Wörle sieht in dem instandgesetzten Pumpenhaus eine für die Wasserversorgung sehenswerte Einrichtung, die für nachkommende Generationen interessant ist. „ Das ist a gute Gschicht“, so sein Kommentar. Die der Gemeinde nicht allzu viel kostet: Mit rund 6000 Euro rechnet die Interessengemeinschaft Pumpenhaus, wie Herbert Dietrich in seinem Antrag an die Gemeinde erläuterte.

Bereits im November 2016 hat sich die Interessengemeinschaft gebildet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das alte Pumpenhaus vom ehemaligen Wasserbeschaffungsverband Urspring herzurichten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Pumpenhaus, das sich im Eigentum der Gemeinde befindet, liegt am Fußweg, der vom Kohlgraben zum Bachtal führt. Genau genommen in unmittelbarer Nähe der Quellfassung.

Das Gebäude mit der kompletten Technik, zu der neben der Kolbenpumpe mit Motor der Druckkessel und die Elektrik gehören, stammt aus dem Jahr 1951 und ist baulich in einem guten Zustand, wie die Interessengemeinschaft festgestellt hat. Genau aus diesem Grund sind die Materialkosten für die vorgesehene Renovierung überschaubar.

Im Rahmen der Urspringer Dorferneuerung wurde bereits über die Renovierung des alten Pumpenhauses diskutiert und danach das Vorhaben ganz schnell wieder fallen gelassen. Der Grund: Die Renovierung des alten Pumpenhauses durch eine Firma hätte rund 35 000 Euro gekostet. Zuviel, wie die Interessengemeinschaft festgestellt hat. Sie will – nur eben billiger – Einblick in die ehemalige Wasserversorgung von Urspring ermöglichen, die 1950/51 mit erheblichen finanziellen Mitteln und großteils in Eigenleistung von den Urspringer Bürgern gebaut und bis 1967 unterhalten wurde. Seither ist Urspring an die gemeindliche Wasserversorgung von Steingaden angeschlossen.

Auch dem Gemeinderat liegt daran, das alte Pumpenhaus zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Kosten von 6000 Euro sind überschaubar. Zumal in den Materialkosten auch noch sehr bescheidene 250 Euro für die Verpflegung der ehrenamtlichen Mitarbeiter während der Instandsetzungszeit (Frühjahr bis Herbst 2017) enthalten sind. Dennoch will Bürgermeister Wörle noch die finanziell gut situierte Bürgerstiftung mit ins Boot holen. „Die hat offene Ohren für solch ein Projekt.“

Walter Kindlmann

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