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Proben für ihren Auftritt bei der „Grünen Woche“ in Berlin: Die Mitglieder der Schönegger Almmusikanten, einer Blaskapelle innerhalb der Schönegger Käsealm.

Blaskapelle der Schönegger Käsealm

Nach der Arbeit wird gemeinsam musiziert

Steingaden - „Ein Leben mit Blasmusik“ liegt auf den Notenpulten. Die Musiker spielen sich ein. Der Dirigent klopft mit dem Stab auf sein Notenpult. „Jetzt pack ma‘s“, sagt er. Probeabend bei einer besonderen Blaskapelle.

Ein Probeabend einer ganz normalen Blaskapelle? Nein, es ist schon etwas Besonderes im großen Sitzungsraum des Produktionsgebäudes der Schönegger Käsealm in Steingaden. Es probt hier nämlich die Betriebskapelle „Schönegger Almmusikanten“ an diesem Abend. „Das war schon immer ein Traum von mir“, sagt Firmeninhaber Sepp Krönauer und packt sein Flügelhorn aus.

In seiner vor einem Jahr gegründeten Kapelle spielen 25 Musiker, die unmittelbar etwas mit dem Betrieb zu tun haben. Da sind direkte Mitarbeiter mit dabei, Milchzulieferer, Firmenpartner oder auch Angehörige von Beschäftigten. Und auch die neuen Auszubildenden bekommen hier die Chance, nach Feierabend gemeinsam mit den Kollegen Musik zu machen.

Bei derzeit 140 Angestellten war es nicht so schwer, eine gute Truppe zusammenzustellen. „Wir haben aber zuerst einen Dirigenten gesucht“, sagt Krönauer. In dem Berufsdirigenten Georg Miller haben sie einen kompetenten Leiter der Kapelle gefunden. Und Miller macht es sichtlich Spaß, mit den engagierten Musikanten zu arbeiten.

Diese sind alle auch noch in anderen Blasmusikkapellen im Umkreis von Steingaden tätig. Manche spielen in Schönberg, Rottenbuch, Wildsteig und Prem. Und einige Mitwirkende kommen sogar von Ohlstadt und Kempten jeden Dienstag zur Probe angereist. Denn das gemeinsame Musizieren ist nicht nur gut für das allgemeine Betriebsklima. Die „Schönegger Almmusikanten“ haben sich für das kommende Jahr ihre Ziele sehr hoch gesetzt, und das motiviert.

Derzeit wird heftig geprobt für den 13. Januar. Denn dann geht es gemeinsam nach Berlin. Die Blaskapelle darf bei der Eröffnung der „Grünen Woche“ den Bayerischen Abend gestalten. Vor 1000 geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft werden die „Schönegger Almmusikanten“ dann aufspielen.

Natürlich hat Krönauer seine Truppe im Vorfeld mit der traditionellen bayerischen Gebirgstracht ausgestattet. Die Herren in kurzer Lederhose, Hut mit Adlerflaum, auf den Hosenträgern steht vorne das Emblem der Schönegger Käsealm. Die Damen spielen in einheitlichen Dirndl, blauer Schurz, wie sich das so gehört bei einer richtigen bayerischen Blaskapelle.

Die Schönegger Käsealm ist mit ihren Produkten auf der berühmten Lebensmittel-Messe schon seit Jahren vertreten. Für die kommende „Grüne Woche“ hatte man sich als Betriebskapelle für die Eröffnungsfeier beworben – und die Zusage erhalten. Das Programm steht noch nicht fest. „Wir spielen auf jeden Fall traditionelle bayerische Blasmusik zu traditionellem bayerischen Käse“, sagt Dirigent Miller und lacht. Das weitere Programm der Betriebskapelle steht schon bis zum Jahresende 2016 fest. Es sind viele Highlights dabei. Da man natürlich auch dem Allgäu-Schwäbischen Musikbund beigetreten ist, findet zunächst einmal im Juni das erste Wertungsspielen für die „Schönegger Almmusikanten“ statt. Weiter geht es dann Ende Juni nach Österreich. Dort sind sie die Vorgruppe zur bekannten Kapelle „Alpenblick“. Zum Gauschützenfest in Prem spielen sie nach dem Umzug im Bierzelt auf, und im August ist die Kapelle beim Gautrachtenfest im Oberallgäu zu finden.

Im Oktober findet dann ihr erstes öffentliches Konzert in Rottenbuch im Fohlenhof statt. „Zurück zum Ursprung“, sagt Krönauer. Denn Schönegg mit der Käsealm ist bekanntermaßen ein Ortsteil von Rottenbuch. Und noch ein großes Ziel hat die Kapelle: Noch vor Weihnachten dieses Jahres soll die erste Tonaufnahme herauskommen. „Durch die Musik tragen wir unseren Namen nach draußen“, sagt Krönauer. Er nimmt sein Flügelhorn und setzt sich in die zweite Reihe hinter die Klarinetten. Der Dirigent bittet um Aufmerksamkeit. „Ein Leben mit Blasmusik“ ertönt dann. Und das so richtig gut.

Regina Wahl-Geiger

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