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Der Plan des Baugebiets „Vogelau“ nordwestlich des ehemaligen Steingadener Krankenhauses. 30 bis 35 Baugrundstücke sind darin vorgesehen.

Gemeinderat Steingaden

Weg frei für 35 neue Baugrundstücke in Steingaden

Steingaden - Im Neubaugebiet „Vogelau“ will sich die Gemeinde Steingaden auf der Südseite des 30 000 Quadratmeter großen Areals Grundstücke für Mehrfamilienhäuser vorbehalten. Der Gemeinderat hat geschlossen dafür gestimmt, den Bebauungsplan dementsprechend zu ändern.

Das Neubaugebiet „Vogelau“ befindet sich nordwestlich des ehemaligen Steingadener Krankenhauses. Auf dem drei Hektar großen Areal sollen zwischen 30 und 35 Baugrundstücke ausgewiesen werden, sagte Bürgermeister Xaver Wörle in der jüngsten Steingadener Gemeinderatssitzung. Jedes zwischen 650 und 750 Quadratmeter groß. Die südlichste Zeile des Baugebietes ist für Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Für Einfamilienhäuser eignet sich die Hanglage ohnedies nicht.

Derzeit sind die Erschließungsarbeiten in vollem Gange. Der Unterbau der Straße ist fertig. Die Kanäle für Wasser und Abwasser sind in Arbeit. Bis zum Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Mit der Ausweisung von Grundstücken im Neubaugebiet „Vogelau“ will die Gemeinde nicht noch einmal so ein Fiasko erleben wie erst kürzlich, im November 2015, im Neubaugebiet „Hopfenfeld“.

Dort war auf dem einzigen noch freien Grundstück ein Mehrfamilienhaus mit bis zu acht Wohnungen vorgesehen. „Nicht mit uns“, sagten sich damals die Anwohner, sammelten gegen das Vorhaben Unterschriften und legten diese dem Bürgermeister auf den Tisch. Tenor: Ein Gebäude dieser Größenordnung sei unpassend und zerstören den Charakter dieser Siedlung. Kurz danach war der Plan eines Mehrfamilienhauses im „Hopfenfeld“ Geschichte. Der Bebauungsplan wurde nicht geändert.

Im Baugebiet „Vogelau“ besteht ein qualifizierter Bebauungsplan. Wie Bürgermeister Xaver Wörle auf der Sitzung des Gemeinderates erläuterte, hat das Landratsamt bereits zugesagt, eine Änderung des Bebauungsplanes im vereinfachten Verfahren zu akzeptieren. Trotzdem sei dafür ein Planer notwendig. Mit dem Architekturbüro Kern aus Mindelheim habe man schon im „Hopfenfeld“ gute Erfahrungen gemacht, erinnerte Wörle.

Wegen des dringenden Wohnraumbedarfs, insbesondere des Bedarfs an Mietwohnungen, hat der Gemeinderat nunmehr beschlossen, die zulässige Zahl der Wohneinheiten in einem Teilbereich des im Bebauungsplanes festgesetzten Nutzungsbereiches zu erhöhen und Wohngebäude mit maximal bis zu acht Wohnungen zu ermöglichen. „Wir werden immer öfters mit jungen Familien konfrontiert, die dringend nach Mietwohnungen suchen“, erklärte der Rathauschef. Die Grundzüge des bestehenden Bebauungsplanes werden damit nicht berührt.

Bis zur nächsten Sitzung im Februar sollen die Angebote des Architekturbüros mit dessen Honorarvorstellung dem Gemeinderat auf dem Tisch liegen.

wk

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