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So sieht derzeit die Baustelle am Neuhauser Bach in Steingaden aus. Ende Mai ist die Brücke fertig.

neubau in steingaden

Brücke soll Ende Mai fertig sein

Steingaden - Die Arbeiten an der neuen Brücke über den Neuhauser Bach in Steingaden gehen zügig voran. Der Zeitplan sieht vor, dass Ende Mai sämtliche Arbeiten an dem alles in allem 320 500 Euro kostenden Projekt abgeschlossen sind.

Die zur Pfahlbildung notwendigen Bohrpfähle – neun Meter tief – sind bereits eingebracht. Die zwei in Nord- Ostrichtung vorgesehenen Widerlager sind im Bau. Am heutigen Dienstag, so der Zeitplan, werden die Fertigteile für die Brücke angeliefert. Vorgesehen ist zudem, dass im Zuge des Brückenneubaus die Straße im Verlauf der Graf Dürkheim Straße auf einer Länge von etwa 100 Metern komplett erneuert wird. Wenn der vorgesehene Zeitplan eingehalten wird, können Ende Mai die Fahrzeuge über die neue Brücke rollen. Zeitgleich wird danach die Behelfsbrücke über den Neuhauser Bach abgebaut. Es hatte sich ja bereits im vorigen Jahr schon abgezeichnet, dass die 1924 gebaute Brücke über den Neuhauser Bach nicht mehr zu retten ist. Jeder der drei Haupt- und Querträger war desolat, der Überbau marode. Die Experten hatten die Widerlager der 91 Jahr alten Brücke angebohrt und Proben entnommen. Das Ergebnis. Die Betonqualität ist mies. Der unterwasserseitige Längsträger hatte erhebliche Korrosionsschäden an der Längs- und Schubbewehrung. Die neue Brücke wird zehn Meter lang und 5,50 Meter breit. Was bedeutet, dass auf der Brücke ein Pkw-Begegnungsverkehr möglich wird. Auf Forderung des Wasserwirtschaftsamtes muss ein Freibord im Zuge des Neubaus erreicht werden, bedeutet, Anpassung der Oberflächensituation vor und nach dem Brückenbauwerk zur Verbesserung der Fahrdynamik. Seitens des Wasserwirtschaftsamtes wurde vorgegeben, dass sich nach dem Neubau der Brücke am Durchfluss nichts ändern darf. An den bereits im vorigen Jahr kalkulierten Kosten wird sich nichts ändern. 320 500 Euro sind dafür vorgesehen. Verwaltungschef Georg Krönauer rechnet mit einer staatlichen Förderung von 50 Prozent, also mit 160 250 Euro. Den gleichen Betrag muss die Gemeinde Steingaden aufbringen, um die Kosten

abzudecken.

Walter Kindlmann

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